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Schwappt die Grippe-Welle über?

Gefährdete Personen genannt - Impfstoff gegen Sydney-Viren

Weil es sich bei der derzeitigen Grippewelle in Großbritannien nicht um den meist harmlosen "grippalen Infekt" handelt, sondern um die teilweise ernst verlaufende echte Virus-Grippe "Influenza", gibt die Kreisverwaltung Ahrweiler einige Hinweise an die Bevölkerung.

Der Erregertyp der britischen Grippewelle, die Komponente "Sydney" (H3N2), wird in dem zur Verfügung stehenden Impfstoff berücksichtigt. Wer sich gegen die Grippe hat schutzimpfen lassen, ist daher gegen den vorherrschenden Grippe-Erreger geschützt. Dies gilt auch für die anderen in Deutschland zirkulierenden Grippeviren.

Das Kreis-Gesundheitsamt bezeichnet den Verlauf der Grippesaison in Deutschland für diese Jahreszeit als "normal". Es treten vereinzelt Erkrankungsfälle auf, jedoch nicht häufiger als in den Vorjahren und bisher nicht als größere Epidemie. Ob die Grippewelle von Großbritannien nach Deutschland schwappt, lasse sich nicht abschätzen. Ansteckungsgefahr bestehe bis Ende März. "Besonders gefährdete Menschen mit bestimmten Grundleiden sollten sich deshalb auch jetzt noch impfen lassen", empfiehlt der Leiter des Kreis-Gesundheitsamtes Ahrweiler, Dr. Roland Köhler.

Zu diesen Grundleiden gehören: Herzkrankheiten mit Neigung zur Insuffizienz; chronische Lungenerkrankungen wie Asthma, chronische Bronchitis und Zerstörung von Lungenbläschen (Emphysem); chronische Nierenleiden, Diabetes mellitus und andere Stoffwechselkrankheiten; chronische Anämien (Mangel an roten Blutkörperchen); angeborene und erworbene Immundefekte, Immunsuppression bei Organtransplantationen und bestimmte Tumorleiden.

Außerdem werde die Grippeschutzimpfung für alle Personen über 60 Jahre empfohlen. Gleiches gelte für jene, die im Beruf einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt sind; dies betreffe medizinisches Personal, Feuerwehr, Polizei und Personen mit zahlreichem Publikumsverkehr. Ein Influenza-Merkblatt ist über die Internet-Seiten des Robert-Koch-Institutes in Berlin abrufbar: www.rki.de/GESUND/MBL/MBL.HTM.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 21.01.1999

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