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"Hochspezialisierte Teams nicht auseinanderreißen"

Umzug: Bundesinstitut für Arzneimittel in den Startlöchern

Monatelang haben die rund 850 Beschäftigten im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Berlin auf die Standort-Entscheidung für ihr künftiges Dienstgebäude in Bonn gewartet.

Inzwischen steht fest: Rund die Hälfte der Mitarbeiter - darunter voraussichtlich die der Bundes-Opiumstelle, einiger Verwaltungsbereiche sowie der Abteilungen für Nachzulassung und für Medizinprodukte - arbeiten ab kommenden Oktober in Bonn, und zwar in zwei Gebäuden auf dem ehemaligen Fleischhauer-Gelände an der Friedrich-Ebert-Allee, wo gegenwärtig noch die Bundestagsverwaltung residiert.

Weil der Umzug von 20 Dienststellen aus Berlin und dem Rhein-Main-Gebiet Auswirkungen auf den Arbeits- und Wohnungsmarkt auch im AW-Kreis hat, stellt die Kreisverwaltung Ahrweiler einzelne Umzugs-Behörden vor. Dabei ist das BfArM das größte der von der Spree an den Rhein wechselnden Ämter. Für sie ist zusätzlich ein Neubau zwischen dem Bonner Maritim-Konferenzzentrum und dem ehemaligen Postministerium geplant. Noch in diesem Jahr wird der Grundstein gelegt. Die Kosten werden mit 220 Millionen Mark beziffert. Nach der für Ende 2000 vorgesehenen Übergabe des ersten Bauabschnittes siedeln auch die in Berlin verbliebenen Ressorts an den Rhein.

Das BfArM ging hervor aus dem 1975 gegründeten Arzneimittel-Institut des inzwischen aufgelösten Bundesgesundheitsamtes. Seit 1994 ist es eine selbständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit. Die Aufgabe der Mediziner, Pharmazeuten, Chemiker, Biologen und Toxikologen: Gesundheitsgefahren durch geregelte Zulassung von Arzneimitteln abwehren, die Arzneimittelsicherheit kontinuierlich verbessern, die Risiken von Medizinprodukten überwachen sowie den Verkehr von Betäubungsmitteln und Grundstoffen kontrollieren.

So gingen 1997 rund 2.800 Zulassungs- bzw. Registrierungsanträge ein. Im gleichen Zeitraum wurden 2.175 Arzneimittel zugelassen und die Zulassungen für mehr als 2.000 Humanarzneimittel verlängert.

Hohe Anforderungen an die Mitarbeiter stellen auch die Zulassungsverfahren innerhalb der EU dar. Deshalb muß die Funktionsfähigkeit der kompletten Behörde während der gesamten Umzugsphase gesichert sein. Dazu Institutsdirektor Professor Alfred Hildebrandt: "Die fachlich versierten und hochspezialisierten Teams dürfen nicht einfach auseinandergerissen werden, damit es nicht zu einem Zulassungsstau oder anderen Engpässen kommt - darunter im wichtigen internationalen Bereich."

Info: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Seestraße 10, 13353 Berlin, Ruf 030/4548-30, Fax /4548-3207. Ansprechpartner für Neubürger in der Kreisverwaltung Ahrweiler (Wilhelmstraße 24-30, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler): Michael Schäfer (Ruf 02641/975-239), Kurt Weber (Ruf 02641/975-299), Fax jeweils 975-456; eMail: Info@kreis-ahrweiler.de; Neubürger-Broschüre "Besser leben - Kreis Ahrweiler"; Internet: www.kreis.aw-online.de (Infos für Neubürger im Kreis Ahrweiler) und www.umzug-nach-bonn.de (Region Bonn).


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 25.02.1999

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