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ÖPNV-Kosten: Kreis verhandelt mit RVK

Vertrag vorsorglich gekündigt - "Belastung deutlich senken"

Die Kreisverwaltung Ahrweiler verhandelt derzeit mit der Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) über einen neuen Verkehrsbedienungsvertrag. Das Ziel: mehr Wirtschaftlichkeit bei möglichst gleichem Bedienungsstandard.

Als Konzessionär betreibt die RVK im nördlichen AW-Kreis zwölf Buslinien. Dies betrifft die Städte Bad Neuenahr-Ahrweiler, Remagen und Sinzig, die Gemeinde Grafschaft und die Verbandsgemeinde Altenahr. Neben den Einnahmen aus Schülerfahrkarten, sonstigem Fahrkartenverkauf und gesetzlich vorgeschriebenen Zahlungen überweist der Kreis einen jährlichen Zuschuß für die Bereitstellung des Fahrplanangebots an die RVK. Der Zuschuß gleicht das in diesem Bedienungsgebiet entstandene Defizit aus. Dazu haben Kreis und RVK 1994 einen Vertrag abgeschlossen.

Vor zwei Jahren hat der Kreistag Ahrweiler einstimmig die Kreisverwaltung aufgefordert, die Belastung des Kreishaushaltes mit einem wirtschaftlicheren Buskonzept deutlich zu senken. Im Bedienungsgebiet des kreiseigenen Verkehrsunternehmens, der Ahrweiler Verkehrsgesellschaft (AWV), seien dazu bereits "beachtliche Erfolge" zu verbuchen, heißt es aus dem Kreishaus.

Die durch den Kreis ausgesprochene Kündigung hat bewirkt, daß sich die RVK verpflichtet hat, bis Ende August ein neues Verkehrskonzept vorzulegen, das sich mehr am Bedarf orientiert. Dies umfaßt das überörtliche Verkehrsangebot, nicht hingegen innerörtliche Verkehre wie etwa den Stadtverkehr in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Dafür ist die jeweilige Gemeinde selbst zuständig.

Der bisherige Fahrplan gilt nach dem derzeitigen Stand bis 30. September 1999. Danach soll - zunächst als Probephase bis Jahresende - das überarbeitete Konzept greifen. Anschließend werden die Kreisgremien entscheiden. Das neue Konzept soll eine wirtschaftlichere Auslastung des Buslinienverkehrs erreichen. Es werde darauf geachtet, daß dies nicht zu Lasten der Fahrgäste gehe, betont die Kreisverwaltung.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 11.03.1999

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