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Fünf Jahre danach ist das Hauptziel erreicht

Kreistags-Resolution zur FH nimmt alle in die Pflicht - Weiler: Handlungsbedarf beim Wohnraum für Studierende

Eine "alles in allem positive Bilanz" zieht Landrat Joachim Weiler zum Stand der Dinge an der Fachhochschule RheinAhrCampus in Remagen. Der Anlaß für Weilers Zwischenfazit: Vor fünf Jahren, am 11. März 1994, hatte der Kreistag Ahrweiler einstimmig eine Resolution zur FH verabschiedet.

In dieser gemeinsamen Erklärung werden Bund, Land, Kreis und Gemeinden in die Pflicht genommen. Die Bundesregierung solle den Ausgleich für die Region Bonn sicherstellen, das Land als Träger der FH "ein überzeugendes und den Strukturen des Kreises Ahrweiler und der Region Bonn angepaßtes Konzept zur inhaltlichen Ausrichtung der Fachhochschule" vorlegen. Der Kreis, so die 94er Resolution, solle in alle Entscheidungsprozesse eingebunden werden und die Gründung eines FH-Förderkreises vorbereiten, "um das überragende Interesse an dieser Einrichtung deutlich zu machen und kompetente Persönlichkeiten zur Mitwirkung und Unterstützung zu gewinnen".

An die Städte und Gemeinden ging der Appell der Kreis-Parlamentarier, unabhängig von der damals noch nicht getroffenen Standortentscheidung ein optimales Umfeld zu schaffen; dazu wurden im einzelnen genannt der Wohnungsbau, zielgruppengerechte Freizeitangebote, der Tourismus und gewerbliche Ansiedlungen.

Wenige Tage nach der Kreistags-Resolution habe die damalige Bundesregierung mit dem Berlin/Bonn-Gesetz vom 26. April 1994 Wort gehalten, das einen Ausgleich für die betroffene Region Bonn vorsieht. Die Fachhochschule sei das größte Ausgleichsprojekt im Kreis Ahrweiler. "Jetzt gilt es, daß sich auch die neue Bundesregierung an dieses Versprechen hält", fordert Weiler mit Blick auf die von Bundesumweltminister Jürgen Trittin beabsichtigte Verlagerung von weiteren Dienststellen aus Bonn nach Berlin.

Das für die FH vorgesehene Hauptziel sei jetzt erreicht, stellt Weiler nach fünf Jahren fest. Die FH habe den Studienbetrieb aufgenommen, auch wenn es in der Startphase noch bautechnische Probleme gebe. Das Land als Träger der Fachhochschule und Empfänger der 185 Millionen Mark Ausgleichsmittel des Bundes müsse hier "energisch am Ball" bleiben. Als "absolut gelungen" bezeichnet der Landrat die Abstimmung der Studieninhalte mit dem Profil und den Potentialen des Kreises Ahrweiler, vor allem mit Blick auf die Gesundheits- und Fitnessregion. Konkret nennt Weiler die Studiengänge und Studieninhalte Gesundheits- und Sozialwirtschaft, Krankenhaus-Management, Kur- und Bäderwesen, die Physikalische Technik mit der Medizintechnik und Lasertechnik sowie das Sportmanagement mit den Berufsfeldern Sport, Fitness, Freizeit, Kur- und Bäder.

Handlungsbedarf sieht Weiler noch beim preisgünstigen Wohnraum für die Studierenden. Das Wohnraumangebot sei nach bisherigen Erkenntnissen nicht ausreichend und die Mietpreise im Durchschnitt zu hoch. Es bestehe vor allem Bedarf an preisgünstigen Einzelzimmern, Appartments und kleinen Wohnungen.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 11.03.1999

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