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Amtstierärzte informieren Jäger zur Schweinepest

Bei Hegeringversammlungen - Jungtiere erkranken am häufigsten

Die Amtstierärzte der Kreisverwaltung Ahrweiler nehmen an allen Hegeringversammlungen im Kreisgebiet teil, um die Jäger über die Schweinepest bei Wildschweinen zu informieren. Die Experten berichten über das Krankheitsgeschehen und die erforderlichen Schutzmaßnahmen. Anlaß sind die jüngsten Schweinepestausbrüche bei Wildschweinen im Raum Bitburg.

Neben Hygiene-Maßnahmen wie dem Reinigen und Desinfizieren der Kleidung, dem Tragen von Schutzhandschuhen sowie der unschädlichen Beseitigung der Aufbrüche gehört auch das verstärkte Bejagen der Jungtiere zur Prophylaxe- und Bekämpfungsstrategie. Es sei erwiesen, daß die jüngsten Tiere am häufigsten erkranken. Diese Tiere stellten auch nachweislich das Haupt-Virusreservoir dar, von dem immer wieder Seuchenausbrüche ausgehen könnten, heißt es aus dem Kreishaus.

Zudem sei nachgewiesen, daß auch die Verfütterung von Speise- und Schlachtabfällen Ausgangspunkt von Seuchenverbreitungen bei Haus- wie auch Wildschweinen sei. Die Wildschweinseuche führe zu erheblichen Handelsrestriktionen bei Schlachtschweinen. Daher zählten die schweinehaltenden Landwirtschaftsbetriebe in den Sperr- und Beobachtungsgebieten zu den Hauptbetroffenen der Seuche.

Der letzte Schweinepest-Seuchenzug in den Niederlanden habe volkswirtschaftliche Schäden in Höhe von mehr als zehn Milliarden Mark verursacht. Die Kosten der Seuchenzüge bei den Hausschweinen beliefen sich in Deutschland auf mehr als zwei Milliarden Mark. "Angesichts solcher Größenordnungen kann von 'Peanuts' wahrlich nicht die Rede sein", betonen die Kreis-Amtstierärzte. Jäger, die über das Seuchengeschehen informiert seien, könnten einen wichtigen Beitrag zur Schadensverhütung leisten. Dieses Ziel wollen die Kreis-Mitarbeiter durch Informationen bei den Hegeringversammlungen erreichen.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 18.03.1999

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