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"Wahlen zum Europa-Parlament nutzen"

Europawoche vom 1. bis 9. Mai - Euro-Vorbereitungen im Kreishaus

"Europa w├Ąchst von unten zusammen. Der politische Wille von oben allein gen├╝gt dazu nicht." Mit diesen Worten weist Landrat Joachim Weiler auf die Notwendigkeit hin, "den europ├Ąischen Gedanken politisch und organisatorisch vorzubereiten, ihn aber auch in den K├Âpfen der Menschen zu verankern." Anla├č: die Europawoche, die vom 1. bis 9. Mai stattfindet.

Das "Zusammenwachsen von unten" sei aber nur m├Âglich, wenn sich alle B├╝rger mit dem "gemeinsamen Leitbild eines vereinigten Europa" identifizierten. Partnerschaften zwischen St├Ądten und Gemeinden mit gegenseitigen Besuchen der Menschen erf├╝llten diesen Leitgedanken mit Leben.

Wie sehr sich das "Gesicht Europas" vor allem in der j├╝ngsten Vergangenheit ge├Ąndert habe, zeige ein Vergleich: 1999 sei es 60 Jahre her, da├č der Zweite Weltkrieg mit dem deutschen Angriff auf Polen ausgebrochen sei. Und ebenfalls 1999, am 19. M├Ąrz, habe mit Roman Wozniak erstmals ein polnischer Landrat vor dem Kreistag des Kreises Ahrweiler gesprochen. Der Politiker aus "unserem Nachbarland" habe dabei auch den Blick der Polen auf Europa und die Europ├Ąische Union gerichtet, erinnert Weiler an den Besuch Wozniaks.

Der Kreis Ahrweiler sei bereits vor zehn Jahren "am Puls der Zeit" gewesen, als die deutsch-deutsche Grenze fiel und die Prager Botschaftsfl├╝chtlinge mit Sonderz├╝gen am Ahrweiler Bahnhof empfangen wurden. Diese DDR-├ťbersiedler und neuen Bundesb├╝rger verbrachten die ersten Tage und Wochen in der Katastrophenschutzschule des Bundes in der Kreisstadt. "Diese Menschen tr├Ąumten vom freien Europa", blickt Weiler heute zur├╝ck.

Zu den bevorstehenden Wahlen zum Europa-Parlament am 13. Juni appelliert der Ahrweiler Landrat an die B├╝rger, von ihrem demokratischen Stimmrecht Gebrauch zu machen und zur Urne zu gehen. Die europ├Ąischen Gremien seien zwar "noch nicht so nah wie die in der eigenen Kommune oder dem eigenen Bundesland", gew├Ąnnen jedoch zunehmend an Bedeutung - auch f├╝r den Alltag eines jeden einzelnen B├╝rgers.

Innerhalb Europas werden die ├╝bergeordneten nationalen Grenzen verwischt und zunehmend an Stellenwert verlieren, f├Ąhrt Weiler fort. Im umgekehrten Ma├č liege die Zukunft einzelner Kommunen in regionalen Verb├╝nden und Kooperationen.- Weiler: "Strukturpolitisch steuern wir mehr und mehr auf ein Europa der Regionen zu." Bestes Beispiel f├╝r Weiler: die Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler, die ihre Zusammenarbeit ├╝ber die Landesgrenze hinweg sogar mit einer eigenen Institution untermauert habe.

Die Vorbereitungen auf die Einf├╝hrung des Euro als gemeinsamer europ├Ąischer W├Ąhrung laufen nach Weilers Worten in der Kreisverwaltung seit mehr als zwei Jahren. Dies betreffe in erster Linie die EDV-Programme und das allgemeine Kassenwesen sowie die Umstellung von der D-Mark auf den Euro in Satzungen, Vertr├Ągen, Geb├╝hren und Beitr├Ągen. 


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 29.04.1999

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