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Zu Baurecht, Kreisentwicklung und Kommunalwald informiert

Weiler und Hesch luden B├╝rgermeister zur Dienstbesprechung ein

Die neue Landesbauordnung, das bevorstehende Kreisentwicklungsprogramm und die Zertifizierung des Kommunalwaldes standen im Mittelpunkt der Dienstbesprechung, zu der alle haupt- und ehrenamtlichen B├╝rgermeister aus dem Kreis Ahrweiler eingeladen waren.

"Eine passende Gelegenheit zur aktuellen Information und zum Dialog" sei diese Veranstaltung, betonte Landrat Joachim Weiler, der die Amtsinhaber gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Kreisgruppe Ahrweiler im Gemeinde und St├Ądtebund Rheinland-Pfalz, Sinzigs B├╝rgermeister Norbert Hesch, in den Wappensaal des Rathauses nach Niederzissen gebeten hatte. Mit Blick auf die Kooperation von Kreis, St├Ądten, Verbands- und Ortsgemeinden legte B├╝rgermeister-Sprecher Hesch Wert auf die "kommunale Familie", w├Ąhrend Brohltal-B├╝rgermeister Hermann H├Âfer als Hausherr sich von dem Treffen "neue Impulse f├╝r die t├Ągliche Arbeit in den Rath├Ąusern" erhoffte.

Auf einen solchen Impuls, der jede Gemeinde betrifft, ging Dr. Curt Jeromin ein. Der Rechtsanwalt und Fachanwalt f├╝r Verwaltungsrecht aus Andernach informierte die B├╝rgermeister ├╝ber die Liberalisierung des Baurechtes und warf einen besonderen Blick auf die neue Landesbauordnung. Dessen Kernpunkte: Beim Aufstellen der Bebauungspl├Ąne durch die Gemeinden bedarf es keiner Genehmigung der Kreisverwaltung mehr, wenn die Bebauungspl├Ąne aus dem Fl├Ąchennutzungsplan entwickelt sind. Zudem entfallen durch das vorgegebene Freistellungsverfahren beim Wohnungsbau in Bebauungsplangebieten die Baugenehmigungen weitgehend.

Beim Kreisentwicklungsprogramm (KREP) rief Dr. Egbert Dransfeld die B├╝rgermeister zur Mitarbeit auf. Dransfeld vertritt das Institut f├╝r Bodenmanagement Dortmund, das als Teil einer Arbeitsgemeinschaft verschiedener B├╝ros den Auftrag f├╝r das neue KREP erhalten hat. Bei diesem Programm, dessen Erstellung ├╝ber zwei Jahre l├Ąuft, handelt es sich um ein gro├čangelegtes Planungsprojekt. Es umfa├čt alle wesentlichen ├Âffentlichen Lebensbereiche in allen Kommunen - von der Bev├Âlkerungsentwicklung und der wirtschaftlichen Zukunft bis hin zu Fragen des Verkehrs und der sozialen Infrastruktur - und stellt die planerische Leitlinie f├╝r Kreis und Gemeinden in den kommenden Jahrzehnten dar.

Die Zertifizierung des Kommunalwaldes wird nach den Worten des Leiters des Forstamts Ahrweiler, Oberforstrat Hansj├Ârg Pohlmeyer, f├╝r die Kommunen in n├Ąchster Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Die Frage der Zertifizierung - also der Festlegung von Qualit├Ątskriterien - sei eine ureigene Sache der Gemeinden als Waldbesitzer. Wer die Zertifikate sp├Ąter nicht nachweisen k├Ânne, m├╝sse mit Wettbewerbsnachteilen am Markt rechnen, sagte Pohlmeyer.

In seinem Eingangsreferat ging Landrat Weiler unter anderem auf die kommunalen Finanzen und die strukturelle Entwicklung des Kreises Ahrweiler ein. So sei in den vergangenen zehn Jahren eine "rasante Bev├Âlkerungsentwicklung" mit Zuw├Ąchsen in H├Âhe von 9,2 Prozent auf heute rund 128.000 Einwohner zu verzeichnen; dies sei ein Plus von 16.000 Einwohnern - was einer Stadt von der Gr├Â├če Remagens entspreche. In den n├Ąchsten Jahren seien im AW-Kreis private und ├Âffentliche Projekte mit mehr als 900 Millionen Mark Gesamtkosten geplant - unter anderem der Bau der neuen Boxengasse am N├╝rburgring, das "B├╝rgerzentrum" in Ahrweiler sowie zahlreiche Bauma├čnahmen an Alten- und Pflegeheimen. 


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 29.04.1999

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