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Feuerwehren erhalten flächendeckendes Funkpaket

AW-Kreis beschafft Gleichwellenfunk für 420.000 Mark - 30-Meter-Mast auf Steinerberg gebaut - 146 Sirenen umgestellt

Mit einem neuen Gleichwellen-Funknetz können sich die Feuerwehren im Kreis Ahrweiler jetzt einheitlich über Funk verständigen. Damit hat sich die Alarmierung und Kommunikation der Brand- und Katastrophenschutzeinheiten entscheidend verbessert. Im Herzen des AW-Landes, auf dem Steinerberg bei Kesseling, wurde dafür ein 30 Meter hoher Mast mit einem Gebäude für die Relaisstelle errichtet.

Zum Hintergrund: Bislang stießen die Feuerwehren bei Alarm immer wieder auf Probleme im Funkverkehr. Das galt besonders für die Tallagen in den Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr sowie im Rhein- und Brohltal. Unter anderem hakte es beim Auslösen von Funkmeldeempfängern. Der Sprechfunkverkehr lief über zwei Kanäle. Dabei konnten sich die Einheiten in Eifel und Rheintal nicht verständigen.

Jetzt hat der Kreis Ahrweiler den Feuerwehren eine eigene Funkfrequenz beschafft. "Gut und sinnvoll angelegtes Geld" stellen die 420.000 Mark nach den Worten von Landrat Joachim Weiler dar, die das Auftragspaket kostet. Dies sei "eine direkte Investition in die Sicherheit der Menschen im Kreis Ahrweiler", betonte Weiler. Das Land Rheinland-Pfalz habe das Projekt finanziell erheblich unterstützt.

Der Großteil der Kosten fließt in den neuen Sendemast auf dem Steinerberg und das dortige Relaisstellengebäude. Wegen schlechter Witterungsverhältnisse hatte sich der Bau auf dem 531 Meter hoch gelegenen Gelände verzögert. Insgesamt wurden vier Relaisstationen errichtet. Neben dem aufwendigen Projekt auf dem Steinerberg vor allem mit Stromzuleitung, Zufahrt und Gründungsarbeiten entstand die zweite Station auf einer Windkraftanlage in Reifferscheid, die dritte "Auf dem Buchhof" in Engeln bei Kempenich und die vierte, für das Rheintal bestimmte Station auf dem Krankenhaus in Linz.

Für die Alarmierung der Feuerwehrkräfte wurden zusätzliche Alarmumsetzer in den nördlichen Stadtteilen von Remagen, in Bad Breisig und in Burgbrohl installiert; dort herrscht teilweise Funkschatten. Außerdem umfaßt das neuen Funkpaket für die Feuerwehren im AW-Kreis die Umstellung der Sirenen und Funkmeldeempfänger. Fazit: Das AW-Land ist jetzt flächendeckend versorgt.

Wegen der bisherigen Funktstörungen aufgrund von Frequenzüberschneidungen aus Nordrhein-Westfalen hat das Mainzer Innenministerium dem Kreis Ahrweiler einen neuen Funkkanal zugewiesen. Die Folge: Zwischen Gelsdorf im Norden und Weibern im Süden sowie zwischen Dorsel im Westen und Oberwinter im Osten mußten die 146 Sirenen und 567 Funkmeldeempfänger von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk auf die neue Frequenz umgestellt werden. Dies geschah im Sommer 1998. Dabei war es besonders wichtig, die Alarmierung der Feuerwehren durch die Notruf-Abfragestelle bei der Polizei jederzeit sicherzustellen.

Die neue Gleichwellentechnik bietet mehrere Vorteile. Sie verbessert kreisweit die Qualität des Funkverkehrs und der Alarmierung - vor allem in den Tälern. Sie sendet über nur einen Kanal innerhalb und außerhalb des Kreisgebietes und sorgt für gleichbleibend guten Empfang bei gemeindeüberschreitenden Bereichen in fahrenden Feuerwehr- und Katastrophenschutzfahrzeugen.

Hinweis an die Zeitungen : Zu diesem Artikel erhalten Sie ein Foto. Bildunterzeile:

30 Meter in die Höhe ragt der Funkturm auf dem Steinerberg bei Kesseling, der die Alarmierung der Feuerwehren im Kreis Ahrweiler entscheidend verbessert.




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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 02.06.1999

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