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Teilzeit-Jobs sind weiblich

Stellt sich die Arbeitslosigkeit von Frauen und Männern unterschiedlich dar? Die Gleichstellungsbeauftragte des AW-Kreises, Evelyn Dirks, hat diese Frage näher untersucht. Als Basis dienen ihr die April-Zahlen das Arbeitsamtes.

Demnach suchten im Kreis Ahrweiler 512 arbeitslose Frauen eine Teilzeitbeschäftigung. Dem standen lediglich neun Männer gegenüber, die auf der Suche nach einem Teilzeit-Job waren. Ein "typisches Indiz für den Wunsch insbesondere von Frauen, Familie und Beruf zu vereinbaren," sieht die Gleichstellungsbeauftragte in diesen Daten.

Rund zwei Drittel der arbeitslosen Frauen verfügten über einen beruflichen Abschluß. Trotzdem könne auf einen qualifizierenden Berufsabschluß als wirksamen Schutz vor Arbeitslosigkeit nicht verzichtet werden, betont Evelyn Dirks.

45 Prozent der April-Arbeitslosen im AW-Kreis waren weiblich. Frauen stellten aber nur 35 Prozent der über 55jährigen Arbeitslosen dar. Andererseits seien Frauen häufiger als Männer von Langzeitarbeitslosigkeit bedroht; Frauen machten 48 Prozent der insgesamt 915 Langzeitarbeitslosen im Kreis Ahrweiler aus. - Insgesamt liegen die Arbeitslosenquoten im Kreis Ahrweiler deutlich unter dem Landes- und Bundesdurchschnitt.

Der von Evelyn Dirks eingerichtete Arbeitskreis "Frau und Beruf" wird sich mit dem Thema weiter beschäftigen. Diesem Arbeitskreis gehören der Arbeitskreis Unternehmerfrauen an, die Gesellschaft für angewandte Wissenschaften mbH, die Kreisvolkshochschule, die Industrie- und Handelskammer, die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt, die Beratungsstelle für Berufsrückkehrerinnen, die Beauftragte für Frauenfragen beim Arbeitsamt Mayen, die Gleichstellungsbeauftragten der Fachhochschule in Remagen und der Berufsbildenden Schule, die Familienbildungsstätte, die Deutsche Angestelltengewerkschaft, das Institut für Berufsbildung und Berufstraining GmbH, der Landfrauenverband, das Arbeitsamt Sinzig und die Handwerkskammer.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 17.06.1999

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