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Wellensittiche nicht einzeln halten

Tips aus dem Kreishaus für Tiere zu Hause

Wellensittiche, die als Einzeltiere im Käfig gehalten werden und keine sozialen Kontakte pflegen können, erkranken und leiden früher oder später an Verhaltensstörungen. Die Tiere sollten besser gruppenweise und in hinreichend geräumigen Vogelvolieren im Freien gehalten werden, wo sie ihre angeborene Lebhaftigkeit voll entfalten können.

Diese Tips gibt die Kreisverwaltung Ahrweiler im fünften Teil ihrer Serie über "Tiere zu Hause". Hintergrund: Mit dieser Aufklärungsaktion wollen die Kreis-Amtstierärzte verhindern, daß Tiere falsch gehalten werden, und helfen, die gefiederten und vierbeinigen Mitbewohner vor vermeidbarem Leid zu schützen.

Wer mehr als zwei Wellensittiche halten möchte, braucht größere Käfige oder eine Zimmervoliere. In der Gefangenschaft sind Sittiche sehr fortpflanzungsfreudig. Wünschen die Halter keine Nachzucht, sollten nur gleichgeschlechtliche Tiere zusammengesetzt werden. Übrigens: Die Zucht von Wellensittichen ist genehmigungspflichtig. Zuständig ist das Veterinäramt der Kreisverwaltung.

Das handelsübliche Futter mit ab und zu einem Blatt Salat entspricht dem Nähstoffbedarf der Tiere nur ungenügend. Frische Zweige, Obst, Blattgemüse, Keimfutter und eiweißhaltige Nahrung sind für den Stoffwechsel und das Gefieder notwendig. Die Lebensdauer beträgt zehn bis zwölf Jahre.

Weitere Tips: Für Bademöglichkeiten sorgen! Einseitig befestigte Sitzstangen mit unterschiedlichem Durchmesser für die verschiedenen Krallengrößen anbringen. Nachts den Käfig abdecken, wenn das Fernsehgerät eingeschaltet ist. Mit Nachdruck heißt es aber nochmals aus dem Kreishaus: "Die Haltung eines einzelnen Sittichs ist als nicht tierschutzgerecht und nicht artgerecht abzulehnen." - Wer mehr wissen will: Neben reichlich Literatur in Fachhandel und Bibliotheken stehen die praktizierenden Tierärzte mit Rat und Tat zur Seite.

Hinweis an die Zeitungen : Zu dieser Artikelserie "Tiere zu Hause" liegt Ihnen ein Logo vor.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 17.06.1999

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