BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

Weiler fordert regionalen Kooperationsvertrag für nach 2004

Vor fünf Jahren wurde der Bonn-Ausgleichsvertrag unterzeichnet

Fünf Jahre nach der Unterzeichnung des Ausgleichsvertrags für die Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler ist "die Region zu einem Schlüsselbegriff" geworden. Wie Landrat Joachim Weiler bei einem Festakt im Alten Rathaus zu Bonn weiter betonte, hat die Region "heute neues Selbstbewußtsein und ein eigenes Selbstverständnis entwickelt".

Anlaß des Festaktes: Vor fünf Jahren, am 29. Juni 1994, unterzeichneten Vertreter der Region und der damalige Bundesinnenminster Manfred Kanther den Vertrag, der den Ausgleich für die Region Bonn wegen des Umzugs nach Berlin festlegt. Insgesamt zahlt der Bund rund 2,8 Milliarden Mark an Ausgleichsmitteln.

An der Feierstunde zum fünften Jahrestag der Vertragsunterzeichnung nahmen neben Bundesbauminister Franz Müntefering Ministerpräsident Wolfgang Clement (Nordrhein-Westfalen), Staatssekretär Dr. Karl-Heinz Klär (Rheinland-Pfalz) sowie die Repräsentanten der drei Gebietskörperschaften teil.

Weiler rief alle Beteiligten des Ausgleichsvertrags dazu auf, bereits heute "über einen möglichen regionalen Kooperationsvertrag nachzudenken, in dem sich, unter Beteiligung der Länder, die Zusammenarbeit der kommunalen Partner in der Region widerspiegeln könnte". Der Ausgleichsvertrag mit dem Bund läuft über rund zehn Jahre und endet mit Ablauf des Jahres 2004.

Im Kreis Ahrweiler konzentrierten sich die Ausgleichsleistungen des Bundes auf fünf Schwerpunkte, fuhr Weiler fort. Dies seien erstens die zentralen Investitionsmaßnahmen, hier insbesondere die Fachhochschule RheinAhrCampus Remagen, aber auch das Technologiezentrum Sinzig oder der Technologiepark Grafschaft. Zweitens die Zusammenarbeit der Region innerhalb der Strukturförerungsgesellschaft. Drittens die Förderung von Gewerbegebieten, die bereits im Rahmen der Soforthilfe erfolgte. Viertens das Pilotprojekt Gesundheits- und Fitnessregion Kreis Ahrweiler und fünftens im Kultursektor das Arp-Museum in Remagen-Rolandseck.

Dieses Ausgleichspaket habe wesentlich dazu beigetragen, im AW-Kreis bisher rund 1.300 Arbeitsplätze zu schaffen und die Arbeitslosigkeit auf rund fünf Prozent zu senken. Bis zum Endausbau der begonnenen und geplanten Projekte sei mit der Schaffung weiterer 1.200 Arbeitsplätze zu rechnen. Insgesamt seien für den Kreis Ahrweiler fast 250 Millionen Mark an Finanzmitteln des Bundes im Rahmen des Berlin/Bonn-Ausgleichs vorgesehen beziehungsweise bereits ausgezahlt.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 01.07.1999

<< zurück