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Bio-Gemüse und konventionelle Kost auf dem Test-Teller

Zweiwöchiges Öko-Projekt in der Großküche der Klinik Niederrhein

Naturkost war für Dieter Zwingmann, Küchenmeister der Klinik Niederrhein in Bad Neuenahr, bislang keinesfalls ein Fremdwort. Während eines zweiwöchigen Öko-Projekts der Kreisverwaltung Ahrweiler sammelte er aber jetzt erstmals Erfahrungen in der Verarbeitung größerer Mengen ökologisch erzeugter Lebensmittel aus der Region.

Von der Qualität und den Kocheigenschaften des rheinischen Bio-Gemüses war er auch nach 25 Jahren als Küchenprofi angenehm überrascht. "Herkömmlicher Blumenkohl beispielsweise hat im Vergleich längere Garzeiten, weil er relativ grob und faserig ist," beschreibt er seine Erkenntnisse, die nicht nur für den Arbeitsablauf einer professionellen Großküche wichtig sein können. "Der Bio-Blumenkohl dagegen ist viel feiner - nicht nur in der Struktur, auch im Geschmack."

Man schmecke den Unterschied - so auch das Fazit der Hausgäste, Ärzte und Mitarbeiter. Spannend empfand es Zwingmann, seinen Gästen im Rahmen des Salat-Buffets konventionelle und Bio-Karotten zum direkten Geschmacksvergleich anzubieten. Das Ergebnis sei eindeutig zugunsten des gehaltvolleren Gewächses aus dem Öko-Landbau ausgefallen. Attraktiv seien die Bio-Lebensmittel auch unter Diät-Aspekten, weil dabei ihre besondere ernährungsphysiologische Qualität zum Tragen komme.

Solche positiven Eigenschaften relativieren für den Küchenmeister der Klinik auch den teilweise erheblichen Mehrpreis, den die umwelt- und verbrauchergerechten Erzeugnisse im Vergleich zu konventionellen Lebensmitteln kosten.

Initiator des Projekts zur Förderung der Vermarktung ökologisch erzeugter Lebensmittel war die Kreisverwaltung Ahrweiler in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Rheinland. Mit der Umsetzung des Projektes war die Kölner Firma AgrarKonzept GmbH betraut.



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 26.08.1999

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