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"Lupi Lupe" tourt durch die Verbandsgemeinde Adenau

Aktions-Mobil f├╝r alle sechs- bis 13-J├Ąhrigen - Mit Fotoapparaten und Frageb├Âgen die Heimat erkunden

Der Arbeitskreis zur Kinder- und Jugendpr├Ąvention "Kinder, Jugendliche, Familien stark machen" in der Verbandsgemeinde Adenau setzt einen neuen markanten Akzent. Das "Lupi-Lupe-Mobil" f├Ąhrt alle 36 Ortsgemeinden und die Stadt Adenau an. Von September bis November sind 21 Veranstaltungen geplant. Das angepeilte Ziel: von den Kindern erfahren, welche altersgerechten Angebote ihnen in ihren D├Ârfern zusagen und wo es W├╝nsche gibt.

Unter die Lupe - daher der Name des Aktions-Kleinbusses - sollen die sechs- bis 13-J├Ąhrigen ihr ├Ârtliches Umfeld nehmen. Das von einem privaten Autohaus gesponserte "Lupi-Lupe-Mobil" bringt Ortspl├Ąne mit, Fotoapparate, Malbl├Âcke, Frageb├Âgen und nat├╝rlich: Lupen. Die Kinder sollen losziehen und ihr Dorf mit eigenen Augen sehen, um die Erfahrungen anschlie├čend mit B├╝rgermeistern, Ratsmitgliedern und Jugendarbeitern zu besprechen.

"Wir wollen die Kinder ihrem Alter gem├Ą├č beteiligen, mit ihnen ins Gespr├Ąch kommen und ihre Interessen ausloten", beschreibt der Jugendpfleger der Verbandsgemeinde Adenau, J├╝rgen Schwarzmann, das p├Ądagogische Konzept der Aktion. Er h├Ąlt die F├Ąden f├╝r das Projekt vor Ort in der Hand. Und Siglinde Hornbach-Beckers, im Kreis-Jugendamt verantwortlich f├╝r die Jugendhilfeplanung, hofft auf "Ergebnisse, die uns bei der k├╝nftigen Vorgehensweise helfen".

Voll des Lobes ist Landrat Joachim Weiler f├╝r den Arbeitskreis "Kinder, Jugendliche, Familien stark machen" in der Verbandsgemeinde Adenau: "Hier agieren Schulen, Kinderg├Ąrten, Jugendarbeit, Jugendamt und weitere Jugendhilfeeinrichtungen sowie Kirchen, Polizei und Politik vorbildlich zusammen."

Der gemeinsame Plan sieht vor, Probleme, Interessen und W├╝nsche von Kindern und Jugendlichen, aber auch von deren Eltern zu erkennen, um dies anschlie├čend in ein Gesamtkonzept der Pr├Ąvention einflie├čen zu lassen. Dieser Plan ist langfristig angelegt. Von spektakul├Ąren Einzelaktionen halten die Mitglieder des Arbeitskreises nichts. Alle Personenkreise, die mit der Erziehung von Kindern und Jugendlichen betraut sind, beraten und planen mit. F├╝r Hornbach-Beckers kommt dem Adenauer Arbeitskreis im Bereich der Jugendhilfeplanung daher ein "Vorbild- und Modellcharakter" f├╝r den gesamten AW-Kreis zu.

Die Initiative in Adenau ist wiederum Bestandteil einer regional orientierten Jugendhilfe. Agieren, und nicht erst reagieren - so lautet der Leitgedanke. Das Kinder- und Jugendhilfegesetz schreibt den Jugend├Ąmtern vor, pr├Ąventiv und vorbeugend t├Ątig zu werden. Das zentrale Ziel des Gemeinschaftsprojektes: Kinder und Jugendliche st├Ąrken, widerstandsf├Ąhig machen gegen m├Âglicherweise negative Einfl├╝sse in der Gesellschaft.

Im Kreis Ahrweiler hat sich dabei als Methode der "dezentrale Ansatz" bew├Ąhrt, der zugleich enge Kontakte zu unterschiedlichen Fachkr├Ąften und Aktionen vor Ort garantiert.

Der B├╝rgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, Hermann-Josef Romes, best├Ątigt dies. Die VG Adenau war die erste Kommune im Kreis Ahrweiler, die den dezentralen Ansatz in der Jugendarbeit mit ins Lebens rief. Das "kontinuierliche Miteinander unterschiedlicher Einrichtungen und Institutionen sowie von ehren- und hauptamtlichen Kr├Ąften vor Ort" bezeichnet Romes als "wichtige Basis f├╝r das Gelingen des geplanten Projektes". So werden alle Ortsb├╝rgermeister der Verbandsgemeinde im Vorfeld in die "Lupi-Lupe-Aktion" eingebunden, beispielsweise in einer B├╝rgermeister-Dienstkonferenz.



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 02.09.1999

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