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Ära beendet - dennoch "Zuversicht für die Zukunft"

Der Bundestag zieht fort, die Menschen trotzdem in den Kreis Ahrweiler

Wenn der Deutsche Bundestag in der Sitzungswoche ab dem 6. September erstmals im Berliner Reichstag zu seinen Sitzungen zusammentritt, endet nach den Worten von Landrat Joachim Weiler "in der Region Bonn zwar eine Ära" - dennoch habe sich die Region "eine gute Ausgangsposition verschafft" und könne "mit Zuversicht in die Zukunft blicken".

Der Kreis Ahrweiler als Teil der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler werde den erzwungenen Strukturwandel bewältigen, ist sich Weiler sicher. "Damit verbunden ist aber ein Wandel unseres Selbstverständnisses und ein Wandel der Schwerpunkte unserer Arbeit." Im Kreis Ahrweiler konzentrieren sich die Ausgleichsleistungen nach den Worten Weilers auf fünf Schwerpunkte: erstens auf die zentralen Investitionsmaßnahmen, hier insbesondere die Fachhochschule RheinAhrCampus Remagen, aber auch das Technologiezentrum Sinzig oder den Technologiepark Grafschaft; zweitens auf die Zusammenarbeit der Region innerhalb der Strukturförderungsgesellschaft; drittens auf die Förderung von Gewerbegebieten, die bereits im Rahmen der Soforthilfe erfolgte; viertens auf das Pilotprojekt Gesundheits- und Fitnessregion Kreis Ahrweiler und fünftens im Kultursektor auf das Arp-Museum in Remagen-Rolandseck. Insgesamt fließen 243 Millionen Mark an Ausgleichsleistungen in den AW-Kreis.

Dieses Paket an Ausgleichsleistungen habe "bereits gegriffen". Der Landrat: "Es ist uns gelungen, im Kreis Ahrweiler bislang rund 1.300 Arbeitsplätze zu schaffen und die Arbeitslosigkeit auf rund fünf Prozent zu senken. Dies ist ein klarer Erfolg dieser Ausgleichsvereinbarung, die damit ihre positive Wirkung für die Region, den Arbeitsmarkt und damit spürbar für die einzelnen Arbeitnehmer entfaltet."

Nach der Bundestagsentscheidung vom 20. Juni 1991, Regierung und Parlament nach Berlin zu verlagern, "ist unsere Region nicht in Jammern und Agonie verfallen", blickt Weiler zurück. Im Gegenteil: Überall wurden "die Ärmel hochgekrempelt und neue Perspektiven geschaffen". Die relativ geringe Arbeitslosenquote im Kreis Ahrweiler von rund fünf Prozent sei dafür ein aussagekräftiger Indikator. Ein weiteres Zeichen für den Positivtrend sei die Einwohnerentwicklung. So sei die Zahl der AW-Bürger in den letzten fünf Jahren um 5000 Menschen gestiegen. Weiler: Wir sind mittlerweile dabei, die 130.000er Marke anzupeilen. Auch das werte ich als Beleg für die Qualität des Ausgleichsvertrages."

Mit Blick auf die Einwohnerzahl heißt Weiler "alle Neubürger herzlich willkommen". Das gelte vor allem für jene, sich mit den aus Berlin umziehenden Behörden in der Region Bonn ansiedeln. Speziell für diese Personen habe die Kreisverwaltung einen Neubürger-Service eingerichtet, der übers Internet abrufbar ist (www.kreis.aw-online.de; Infos für Neubürger) und ausführliche Informationen zum Wohnungsmarkt in den Kommunen biete.



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 02.09.1999

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