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Jahrtausendealte steinerne Zeugen bewundern

Die Mauerley bei Wassenach: Imposantes Ziel für Wanderer und Wissenschaftler

Ein interessantes Ausflugsziel für Wanderer, Heimatkundler und Wissenschafter stellt die Mauerley bei Wassenach im Vulkanpark Brohltal/Laacher See dar. Lange Reihen mächtiger Basaltsäulen türmen sich vor den Besuchern auf: steinerne Zeugen gewaltiger geologischer Kräfte einerseits und Spuren menschlichen Wirkens andererseits, die vor 2000 Jahren angelegt wurden.

Bereits römische Steinbrucharbeiter versuchten an der Mauerley, die Basaltlavablöcke zu spalten. Dazu hämmerten sie Eisenkeile entlang von Linien in das Gestein. Keiltaschenspaltung nennt sich diese Technik aus der Römerzeit. Später, im Mittelalter, war die Keilrillenspaltung mit durchgehenden Kerben gebräuchlich. Und seit dem 19. Jahrhundert trieben die Steinbrucharbeiter von Hand Bohrlöcher in die Felsen. Deutlich zu erkennen an der Mauerley sind bis heute 16 Keiltaschen in einem drei Meter langen Basaltlavablock.

Geologisch handelt es sich bei der Mauerley um einen freigelegten Lavastrom aus dem mehr als 200.000 Jahre alten Schlackenkegel des Veitskopfes. Der Lavastrom riss den Kegel nach Westen hufeisenförmig auf und ergoss sich in das alte Glesser Tal. Als sich die Lava abkühlte, entstanden Schrumpfungsrisse und Säulen.

Wie ist die Mauerley zu finden? Von Wassenach, Ecke Gleeser Straße und Landesstraße 113, in Richtung Kapelle gehen, dann links an Kapelle vorbei in Richtung Wald halten; nach etwa 100 Metern findet man die Mauerley im Wald. Zudem werden geführte Exkursionen angeboten. Nächster Termin: Sonntag, 10. Oktober; Treffpunkt: 14 Uhr am Parkplatz Waldfrieden zwischen Maria Laach und Wassenach.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 16.09.1999

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