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Beim Bau des Martinsfeuers auch die Natur schützen

Tiere vor dem Flammentod bewahren - Tipps aus dem Kreishaus

Wenn Jugendliche im gesamten Kreis Ahrweiler jetzt wieder ihre Martinsfeuer bauen, sollte dies ohne Gefahr für Mensch und Natur ablaufen. Dazu einige Tipps von der Kreisverwaltung Ahrweiler, damit neben dem Brauchtum auch die Umwelt geschützt wird.

Die Standorte müssen frühzeitig mit den jeweiligen Gemeinde- und Stadtverwaltungen abgestimmt werden. Mitunter gab es Ärger, weil die Feuerstellen ohne Absprache mit den Anwohnern festgelegt wurden. Wer den alten Platz verläßt und einen neuen Standort wählt, muß dies zuvor mit der Kreisverwaltung klären (Abteilung Umwelt, Ruf 02641/975-232). Das Abbrennen selbst muss drei Tage vorher ebenfalls gemeldet werden, und zwar bei der zuständigen Ortspolizeibehörde der Stadt oder Verbandsgemeinde. Die einzuhaltenden Mindestabstände betragen in der Regel 100 Meter von Wäldern, Mooren und Heiden sowie 50 Meter von Gebäuden und Verkehrswegen.

Immer noch landen Reifen, Altöl und Sperrmüll im Martinsfeuer. Das schürt die Flammen. Der traditionsreiche Brand leuchtet dann hell und weit, und manch unliebsamer Abfall läßt sich auf diese Weise entsorgen. Dennoch: Ein solches Verhalten ist nach Ansicht der Kreisverwaltung verantwortungslos. Verbrennende Reifen und Öle vergiften die Luft. Wer Traditionen pflegt, sollte auch seine Umwelt schützen, appelliert der Kreis an die Einsicht der Feuerbauer.

Geschützt werden müssen auch Reptilien, Frösche, Insekten, Mäuse und andere Kleinsäuger. Die Tiere suchen einen geschützten Platz für die Winterruhe. Geeignet erscheint ihnen dafür das über Wochen aufgeschichtete organische Brennmaterial. Doch Vorsicht: Die Tiere können am Martinstag massenhafte Opfer des Flammentodes werden. Daher sollten die "Bauherren" die gelagerten Hölzer und Sträucher einen Tag vor dem Abbrennen umschichten. Die Tiere lassen sich auch durch Klopfen und Schlagen mit Stöcken vertreiben. Sinnvoll ist es auch, das Feuer mit einigem Abstand zum Boden auf Ständern zu errichten. Das vermindert den Anreiz der Tiere, sich dort einzunisten.



Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 21.10.1999

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