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Die Entsorgung von Altbatterien muss besser werden

Gr├╝ne Sammelboxen kreisweit verteilt - Kfz-Batterien zum Schadstoffmobil

Die umweltgerechte Entsorgung von alten Batterien und Akkus muss besser funktionieren. Zu viele der ausgedienten Mini-Kraftwerke gelangen nicht, wie eigentlich vorgesehen, bei den R├╝ckgabestellen, sondern in der M├╝lltonne. Auf diesen bundesweiten Missstand macht der Abfallwirtschaftsbetrieb Kreis Ahrweiler aufmerksam.

Seit einem Jahr gelten bei der Altbatterie-Entsorgung sch├Ąrfere Vorschriften. Im Sinne des Umweltschutzes ist der Handel verpflichtet, leere Batterien vom Verbraucher kostenlos zur├╝ckzunehmen. Umgekehrt m├╝ssen auch die Endverbraucher die ausgedienten Energiespeicher zur├╝ckgeben. So muss der Handel die B├╝rger in den Gesch├Ąftsr├Ąumen darauf hinweisen, dass Batterien nach Gebrauch dort abgegeben werden k├Ânnen. Beim Kauf von Starterbatterien beispielsweise f├╝r Autos wird ein Pfand von 15 Mark erhoben. Dieses Pfand wird bei R├╝ckgabe des alten Kfz-Akkus wieder erstattet.

Das Ziel der Verordnung: Schadstoffhaltige und sonstige Batterien sollen als weitere Verbesserung des Umweltschutzes getrennt erfasst werden. Neben den Annahmestellen in den Gesch├Ąften steht den B├╝rgern im Kreis Ahrweiler bereits seit Jahren ein umfangreiches Entsorgungssystem zur Verf├╝gung. Dabei k├Ânnen Altbatterien kostenlos in die gr├╝nen Sammelcontainer geworfen werden, die beispielsweise in Banken, Schulen und anderen ├Âffentlichen Einrichtungen stehen. Kfz-Batterien werden in handels├╝blichen Mengen kostenlos auch ├╝ber das Schadstoffmobil entsorgt; die entsprechenden Wertschecks in Form von Bestellpostkarten befinden sich im Abfall-Ratgeber. Die Abfallentsorgungsanlagen im AW-Kreis nehmen diese Stoffe ebenfalls kostenlos an. Weitere Infos zur Altbatterie-Entsorgung nennt der Abfall-Ratgeber.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes verbraucht jeder Bundesb├╝rger im Durchschnitt elf Ger├Ątebatterien pro Jahr - Tendenz steigend. Wesentlich weniger Batterien gelangten jedoch in die getrennte Sammlung. Beispielsweise w├╝rden j├Ąhrlich mehr als 300 Tonnen Cadmium aus Nickel-Cadmium-Akkus nicht umweltgerecht entsorgt. Nach Erhebungen der Verbraucherzentralen weise der Handel nur ungen├╝gend auf die M├Âglichkeit zur R├╝ckgabe von alten Batterien und Akkus am Verkaufsort hin. Die zur R├╝ckgabe in den Verkaufsstellen eingerichteten "gr├╝nen Boxen" st├╝nden oft zu weit abseits, hei├čt es weiter.

Der AWB schlie├čt sich dem Rat des Umweltbundesamtes an und fordert die Verbraucher auf, Ger├Ąte mit fest eingebauten schadstoffhaltigen Batterien zur├╝ckzuweisen, umweltfreundlichere Produkte wie wiederaufladbare Alkali-Mangan-Batterien zu bevorzugen und alte Batterien und Akkus am Verkaufsort oder bei den ├Âffentlichen Sammelstellen zur├╝ckzugeben.

Der Absatz an Ger├Ątebatterien sei in den vergangenen zehn Jahren bundesweit um 40 Prozent gestiegen. Dieser Trend werde sich nach den Verkaufszahlen f├╝r mobile Informations- und Kommunikationsger├Ąte weiter fortsetzen. Infos zum Thema Batterien k├Ânnen auch im Internet abgerufen werden: www.umweltbundesamt.de/uba-info-daten.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 28.10.1999

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