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Die Wildschweinepest breitet sich aus

Kreis: Jäger sollen Schwarzkittel verstärkt bejagen

Die Wildschweinepest breitet sich bis vor die Tore des Kreises Ahrweiler aus. Im AW-Kreis selbst ist bislang noch kein Fall bekannt ist. Doch Kreisverwaltung mahnt zur Vorsicht. Eine besondere Verantwortung komme den Jägern zu.

Die zum Jahresanfang festgestellte Schweinepest bei einem Wildschwein im Kreis Bitburg-Prüm blieb nicht der einzige. Mittlerweile hat sich die Seuche massiv unter den Wildschweinen weiter verbreitet und ist über den Kreis Daun bis auf fünf Kilometer an die südwestliche Grenze des AW-Kreises vorgestoßen. In den Nachbarkreisen wurden großflächige Sperrbezirke und Beobachtungsgebiete festgelegt.

Bereits im Frühjahr haben die Kreis-Amtstierärzte über die Seuchenentwicklung berichtet und die Jäger bei den Hegeringversammlungen auf Bekämpfungsmöglichkeiten hinweisen. Die Amtstierärzte betonen jetzt nochmals: Nur wenn der Wildschweinbestand deutlich reduziert werde, bestehe die Aussicht, die Seuche zu stoppen. Daher fordern die Amtstierärzte erneut die verstärkte Bejagung der Wildschweine und appellieren an die besondere Verantwortung der Jäger bei der Seuchenbekämpfung.

Die Wildschweinepest ist für den Menschen ungefährlich. Sie stellt aber für die Hausschwein-Bestände ein ständiges Infektionsrisiko dar. Jeglicher Kontakt zwischen Haus- und Wildschweinen soll daher vermieden werden, heißt es aus dem Kreishaus weiter. Das Virus übertrage sich nicht nur von Tier zu Tier, sondern auch über indirekte Wege. So sollen Schweinehalter, die gleichzeitig Jäger sind, besondere Vorsichtsmaßnahmen treffen. Beim Kontakt mit Wildschweinaufbrüchen könne der Erreger beispielsweise durch verunreinigte Kleider oder Schuhe in den eigenen Bestand eingeschleppt werden.

Das Infektionsrisiko der eigenen Schweinebestände lasse sich "nur mit sorgfältigster Hygiene" minimieren. Konkret nennen die Kreis-Amtstierärzte "Sauberkeit in allen Betriebsbereichen, Desinfektionswannen und -matten in allen Zugängen und Zufahrten sowie separate saubere Arbeits- und Schutzkleidung".

Auch Ratten und Mäuse sollten als Virusüberträger nicht unterschätzt werden. Daher sei die regelmäßige und fachgerechte Ungeziefer-Bekämpfung in Schweineställen "dringend geboten". Auch das Bestandsregister - ein wichtiges Instrument der Tierseuchenbekämpfung - müsse korrekt geführt werden. Schweine sollten nur aus wenigen bekannten und gesunden Beständen zugekauft werden. Der Zutritt zu den Schweineställen dürfe nur wenigen befugten Personen erlaubt sein. Viehhändler und Fahrer sollten den Stall nicht betreten.

(Bereits am 19.11.99 erschienen).



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 25.11.1999

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