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Das "Jahr-2000-Problem" wird kreisweit koordiniert

Hilfsdienste in Bereitschaft - Störfälle sind nicht ausgeschlossen

Mit einer eigens eingerichteten Koordinierungsgruppe beugt die Kreisverwaltung Ahrweiler dem "Jahr-2000-Problem" vor. Zudem stehen Hilfsorganisationen wie Feuerwehren, Deutsches Rotes Kreuz und Technisches Hilfswerk in der Neujahrsnacht in Bereitschaft.

Zum Hintergrund: Das "Jahr-2000-Problem" umschreibt mögliche Schwierigkeiten, die in der technisierten Welt mit der Umstellung auf die Jahreszahl 2000 einher gehen. Dies betrifft nicht nur Computer sowie zahlreiche programmgesteuerte technische Anlagen und Maschinen. In deren Prozessoren kann die Datumsumstellung Fehler bei Zeitberechnungen, Reihenfolgen oder Wochentagen verursachen.

Der Grund: Ältere Computerprogramme arbeiten überwiegend mit einer zweistelligen Jahreszahl. Da in solchen Programmen die Zahl 99 (für das Jahr 1999) größer ist als die Zahl 00 (für das Jahr 2000), können Störungen auftreten. So ist es möglich, dass elektronische Bausteine die Zahl 00 als Jahr 1900 missverstehen, was zu weiteren Computerfehlern führen kann.

Innerhalb der Kreisverwaltung wird seit einiger Zeit daran gearbeitet, das mögliche Problem der Zeitumstellung zu bewältigen. Bei der Datenverarbeitung dürften keine Schwierigkeiten auftreten. Über diesen Bereich hinaus können aber - und das nicht nur in einzelnen Gebäuden - Anlagen und Maschinen des täglichen Gebrauchs von einem Ausfall betroffen sein. Das Spektrum reicht von Heizungen, Kühlanlagen, Fahrstühlen, Generatoren sowie Telefon-, Energie- und Entsorgungsanlagen bis zu Verkehrssteuerungs- und Ampelanlagen.

Die Bürger und Betriebe sind allerdings auch für sich selbst verantwortlich. Die Kreisverwaltung empfiehlt, eigene Vorsorgemaßnahmen zu treffen, beispielsweise bei der elektronischen Steuerung von Heizungen. Fachleute gehen aber davon aus, dass sich die möglichen Störfälle in Grenzen halten werden. Störungen seien allerdings nicht völlig ausgeschlossen. Daher bereitet die Kreisverwaltung in enger Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden, den Hilfsorganisationen und der Polizei Maßnahmen vor, um die Sicherheit der breiten Öffentlichkeit zu gewährleisten.

Gemeinsam mit anderen öffentlichen Stellen hat die Kreisverwaltung Pläne erstellt, mit denen die Erreichbarkeit von Behörden, Energieversorgern, Hilfsorganisationen und sonstigen Einrichtungen untereinander gewährleistet ist. Kurz vor dem Jahreswechsel wird noch bekannt gegeben, wie die Bürger Feuerwehren und Rettungskräfte erreichen, falls das Telefon nicht funktioniert. Dazu zählt auch die Information, welche Feuerwehrhäuser besetzt sind, wo möglicherweise Fahrzeuge mit Funk stationiert sind und welche Vorsichtsmaßnahmen sonst noch sinnvoll erscheinen.



Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 02.12.1999

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