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Das Bildungsangebot muss auch den Wirtschaftsstandort unterstützen

Kreisentwicklungsprogramm: Gutachter-Team schildert die ersten Eindrücke

Über einen "Planungshorizont von zehn bis zwölf Jahren" läuft das neue Kreisentwicklungsprogramm "Zukunft AW 21" (KREP) für den Kreis Ahrweiler. Diese Zeitschiene hat Dr. Egbert Dransfeld bei der ersten Sitzung des zentralen Arbeitskreises für das neue KREP gezogen.

Dransfeld vertritt das Dortmunder Institut für Bodenmanagement, das als Teil einer Arbeitsgemeinschaft verschiedener Büros den Auftrag für das KREP erhalten hat. Der zentrale Arbeitskreis bildet das organisatorische Herzstück bei der Erstellung des neuen Programms. Ihm gehören 20 Mitglieder aus verschiedenen Bereichen des Kreises Ahrweiler an, unter anderem aus Politik, Wirtschaft, Kommunen und Umwelt.

Die "große Heterogenität in Wirtschaft, Bevölkerung, Kultur und Landschaft", die der AW-Kreis mit seinen "starken Kommunen" nach den Worten von Dransfeld im Vergleich zu anderen Regionen aufweist, könne als Chance verstanden werden. Denn Verschiedenheit bedeute auch Vielfalt und Stärke.

Einige Erkenntnisse, die Dransfeld und seine Gutachter-Kollegen nach ersten Erhebungen gewonnen haben: In der Überalterung der Bevölkerung liege ein gewisses Problem. Es gebe hochqualifizierte Arbeitskräfte im Kreis, die aber auch hier gehalten werden müssten. Das Schulangebot sei "sehr gut"; das Bildungsangebot müsse den Kreis auch künftig als Wirtschaftsstandort unterstützen; als Verbesserungsvorschlag wurde der Einsatz von Sozialpädagogen für Problemschüler unter finanzieller Mithilfe des Arbeitsamtes besprochen.

Der Tourismus zeichne sich ebenfalls durch ein "hohes Qualitätsniveau" aus. Es sei allerdings nicht leicht, diesen Vorsprung zu halten. Angesicht der touristischen Vielfalt - jede Teilregion sei auf Einzigartigkeit bedacht - stelle sich die Frage, ob das Leitbild der Gesundheits- und Fitnessregion einheitlich im gesamten Kreis gelten könne oder ob Teil-Leitbilder zu entwickeln seien. Ein ähnlicher Denkansatz tauchte beim Natur- und Landschaftsschutz auf: Die Zukunft der "Kristallisationspunkte" Ahrtal, Waldeifel, Rheintal und Vulkaneifel gelte es in einem gemeinsamen Leitbild zu gestalten.

Das neue Kreisentwicklungsprgramm, dessen letzte Fassung von 1977 stammt, soll 2001 vorliegen. Mit diesem Programm wollen Kreis und Kommunen gemeinsam mit Verbänden aus Gewerbe, Handwerk, Landwirtschaft, Fremdenverkehr und Naturschutz die planerische Richtschnur auf ihrem Weg ins 21. Jahrhundert spannen.



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 09.12.1999

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