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Elektronik von Heizungen, Automatiktüren und Pumpen gewappnet?

Kreis rät: Störanfällige Geräte zum Jahreswechsel beobachten - Feuerwehren, THW und DRK in Bereitschaft

Trotz zahlreicher Bedenken rund um das "Jahr-2000-Problem" mit möglichen Computerausfällen besteht nach Ansicht der Kreisverwaltung Ahrweiler kein Grund zu Beunruhigung. Die Vorbereitungen öffentlicher und privater Einrichtungen seien auf einen problemlosen Jahreswechsel ausgerichtet.

Bereits seit Anfang des Jahres beschäftigt sich die Kreisverwaltung mit dem Thema. Gemeinsam mit Hilfsorganisationen, Polizei und den Ordnungsämtern der Kommunen wurde ein "Runder Tisch" gebildet. In mehreren Dienstbesprechungen wurden eventuell eintretende Szenarien erörtert. Kontakt besteht auch zu den Energieversorgungsträgern, zur Bahn AG und zu Kommunikationsunternehmen.

Auch die Krankenhäuser seien gerüstet, heißt es weiter aus dem Kreishaus. Dort wurden neben den haustechnischen Anlagen vor allem lebenserhaltende medizinische Geräte getestet und teilweise nachgebessert. In zahlreichen öffentlichen Bereichen werde das Personal in der Silvesternacht verstärkt. Zusätzliche Kräfte stünden in Rufbereitschaft.

Die Freiwilligen Feuerwehren, zumindest die Stützpunktwehren, hätten in der Silvesternacht die Feuerwehrhäuser besetzt. Auch das Technische Hilfswerk (THW) sei in seinen Unterkünften erreichbar und befinde sich in verstärkter Bereitschaft. Nach Angaben des Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes werden die Rettungswachen mit Personen und Fahrzeugen verstärkt. Die DRK-Rettungsleitstelle in Mayen, die die Rettungseinsätze koordiniert, sei für den Jahreswechsel gewappnet.

Wie die Kreisverwaltung weiter meldet, verfügen Feuerwehren, DRK und THW über Notstromaggregate, womit der Dienstbetrieb in der Silvesternacht auch bei Stromausfall sichergestellt werden könne. Nach Aussagen der Energieversorgungsträger sind solche Störfälle jedoch kaum zu erwarten, weil alle Anlagen und Einrichtungen getestet und teilweise vom TÜV zertifiziert worden seien.

Bürger und Betriebe seien allerdings auch für sich selbst verantwortlich. Vorsorgemaßnahmen seien zu empfehlen, beispielsweise bei der elektronischen Steuerung von Heizungen, Kühl- und Klimaanlagen und Automatiktüren, bei elektrischen Abwasserpumpen (Hebeanlagen), automatischen Rückstau-Anlagen und Aufzügen.

Über die Lagezentren des Bundes und der Länder könne die Koordinierungsgruppe der Kreisverwaltung rechtzeitig erfahren, wie der Jahreswechsel sich in anderen Ländern auswirkt - beispielsweise in Neuseeland und Australien, wo die Sektkorken zwölf Stunden vor Deutschland knallen.

Trotz aller Bemühungen könne jedoch nicht mit absoluter Sicherheit ausgeschlossen werden, dass es in den ersten Wochen des neuen Jahres zu der einen oder anderen Panne, Störungen oder Ausfällen von Anlagen und Maschinen komme, betont die Kreisverwaltung. Deshalb gelte es auch im Privatbereich, Vorsorge zu treffen. Mögliche Risiken müssten minimiert werden. Die Bürger sollten störanfällige Geräte in Wohnung, Haus und auch am Arbeitsplatz zum Jahreswechsel im Auge behalten.

Das "Jahr-2000-Problem" umschreibt mögliche Schwierigkeiten bei der Datumsumstellung in Computer gesteuerten Anlagen. Ältere Computerprogramme arbeiten überwiegend mit einer zweistelligen Jahreszahl. Da in solchen Programmen die Zahl 99 (für das Jahr 1999) größer ist als die Zahl 00 (für das Jahr 2000), können Störungen auftreten. So ist es möglich, dass elektronische Bausteine die Zahl 00 als Jahr 1900 missverstehen, was zu weiteren Computerfehlern führen kann.



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 16.12.1999

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