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Für Ausländer gelten neue Regeln zur Einbürgerung

Hier geborene Kinder erwerben ab Januar die deutsche Staatsangehörigkeit

Für Ausländer, die in Deutschland leben, gelten neue Regelungen zur Staatsangehörigkeit. Einzelheiten nennt die Kreisverwaltung Ahrweiler.

Kinder ausländischer Eltern, die in Deutschland geboren werden, erwerben ab 1. Januar 2000 mit der Geburt in Deutschland die deutsche Staatsangehörigkeit. Dies ist allerdings an verschiedene Bedingungen geknüpft. Zumindest bei einem Elternteil müssen zum Zeitpunkt der Geburt folgende Voraussetzungen vorliegen: acht Jahre rechtmäßiger gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland, Besitz einer Aufenthaltsberechtigung oder seit drei Jahren Besitz einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis.

Für ausländische Kinder, die vor dem 1. Januar 2000 geboren wurden und die zu diesem Zeitpunkt noch nicht das zehnte Lebensjahr vollendet haben, gilt eine Übergangsregelung. Diese Kinder besitzen unter folgenden Voraussetzungen einen Einbürgerungsanspruch: erstens rechtmäßiger gewöhnlicher Aufenthalt des Kindes am 1. Januar 2000 in Deutschland; zweitens achtjähriger rechtmäßiger gewöhnlicher Aufenthalt zumindest eines Elternteils zum Zeitpunkt der Geburt und auch weiterhin bis zur Einbürgerung; drittens Besitz einer Aufenthaltsberechtigung oder seit drei Jahren Besitz einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis durch zumindest ein Elternteil zum Zeitpunkt der Geburt. Der entsprechende Einbürgerungsantrag kann nur bis 31. Dezember 2000 gestellt werden. Die Gebühr für die Einbürgerung beträgt 500 Mark.

Für Kinder ausländischer Eltern, die die deutsche Staatsangehörigkeit aufgrund des neuen Gesetzes durch Geburt oder Einbürgerung erwerben, besteht eine so genannte Optionsverpflichtung. Sie müssen ab dem 18. und bis zum 23. Lebensjahr schriftlich erklären, ob sie die deutsche oder die ausländische Staatsangehörigkeit behalten wollen. Wird keine Erklärung abgegeben, tritt der Verlust der deutschen Staatsangehörigkeit ein.

Eine Neuregelung gibt es auch für Ausländer, die seit acht Jahren rechtmäßig in Deutschland leben. Wenn sie es beantragen, müssen sie eingebürgert werden. Auch hier gelten bestimmte Voraussetzungen wie beispielsweise das Beherrschen der deutschen Sprache, das selbständige Bestreiten des Lebensunterhalts für sich und die Familie sowie das Aufgeben der bisherigen Staatsangehörigkeit.

Ehegatten und minderjährige Kinder können unter diesen Voraussetzungen miteingebürgert werden, auch wenn sie noch nicht acht Jahre rechtmäßig in Deutschland leben. Die Gebühr beträgt 500 Mark und für Kinder, die miteingebürgert werden, 100 Mark.

Ausländer, die sich seit sechs Jahren rechtmäßig in Deutschland aufhalten, können auf Antrag eingebürgert werden, wenn bestimmte Voraussetzungen vorliegen. Ausländische Ehegatten deutscher Staatsangehöriger sollen künftig eingebürgert werden, wenn sie sich seit drei Jahren in Deutschland aufhalten und die Ehe mit dem deutschen Ehegatten seit zwei Jahren besteht.

Info zum neuen Staatsangehörigkeitsrecht: Kreisverwaltung Ahrweiler, Wilhelmstraße 24-30, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Andrea Sebastian, Ruf 02641/975-393.



Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 21.12.1999

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