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Wie steht´s mit Disco, Freunden und Eltern?

400 Jugendliche in der VG Adenau sollen 19 Fragen beantworten - Arbeitskreis startet mit zweitem Beteiligungsprojekt - Schüler konzipierten Fragekatalog

"Was beeindruckt Dich an Deinen Freundinnen und Freunden: Aussehen? Kleidung? Alter? Geld? ihre Art? Fahrzeug?" - Nachdem das mobile Kinder-Beteiligungsprojekt "Lupi Lupe" erfolgreich durch die Dörfer der Verbandsgemeinde Adenau tourte, steht jetzt die nächste Altersgruppe im Mittelpunkt: Der Adenauer Arbeitskreis "Kinder, Jugendliche, Familien stark machen" startet mit einer Umfrage an den weiterführenden Schulen und Jugendtreffs in der gesamten Verbandsgemeinde.

Um was geht´s? Die Aktion will Lebensgefühle und Einstellungen von Jugendlichen zwischen 14 und 21 Jahren ermitteln. Die Wünsche, Bedürfnisse und Interessen der jungen Menschen sollen in die künftige Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit einfließen. Die Angebote für Jugendliche sollen sich verstärkt an deren Vorstellungen orientieren. Dabei richtet sich der Blick vorbeugend auf mögliche Gefahren und Fehlentwicklungen für jungen Menschen.

Der Bogen listet 19 Fragen auf. Erstellt haben ihn zwei Klassen der Realschule und des Erich-Klausener Gymnasiums sowie die Mitglieder des Arbeitskreises in Adenau. Diese Schüler erhielten den Auftrag, sich mit dem Thema "Jugendliche stark machen" zu befassen und einen Fragebogen für Gleichaltrige zu entwickeln. "Es war ein guter Ansatz, Jugendliche bereits im Vorfeld einer solchen Aktion zu beteiligen", betont Jürgen Schwarzmann, Jugendpfleger der Verbandsgemeinde Adenau. Er hofft, "dass die Befragung eine hohe Akzeptanz bei den Jugendlichen erhält."

Neben der Frage, was den jungen Leuten an ihren Freundinnen und Freunden gefällt, geht es unter anderem um Discos und die Eltern. Die Namen der Befragten bleiben übrigens anonym. Angegeben werden nur Alter, Geschlecht und Beruf.

In den kommenden drei Wochen sollen sich 400 Jugendliche mit den Fragen auseinandersetzen. Auch Bürgermeister Hermann-Josef Romes erhofft sich von diesem zweiten Befragungsprojekt wertvolle Erkenntnisse und Anstöße: "Ich wünsche mir, dass die Ergebnisse allen beteiligten Einrichtungen hilfreiche Fakten für die weitere Arbeit liefern." Romes ist mit Siglinde Hornbach-Beckers vom Kreis-Jugendamt Ahrweiler einer Meinung, dass dieses kreisweit bislang einmalige und Generationen übergreifende Beteiligungsprojekt nur durch die enge Kooperation aller Arbeitskreis-Mitglieder möglich ist.

Der seit eineinhalb Jahren bestehende Arbeitskreis ist bereits mit der Vorbereitung des dritten Moduls beschäftigt: der Beteiligung von Familien. Zudem wird derzeit der erste Teil des Beteiligungsprojekts, "Lupi Lupe" für Kinder, in einer Dokumentation zusammengefasst. Mitglieder des Arbeitskreises sind neben der Verbandsgemeinde Schulen, Kindergärten, Polizei, Beratungsstellen, Kirchen und das Kreis-Jugendamt.



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 28.01.2000

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