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Landrat Dr. Pföhler führt "Nachbar in Not" fort

1999 flossen 73.400 Mark an 129 Empfänger - Spendenbarometer bei 1,3 Millionen Mark - Unter persönlicher Schirmherrschaft des Landrats

Der neue Landrat des Kreises Ahrweiler, Dr. Jürgen Pföhler, wird den kreisweiten Hilfsfonds "Nachbar in Not" fortführen. "Diese bewundernswerte Aktion zählt zu einer festen Säule im sozialen Leben unseres Landkreises, die ich gerne unterstütze", betonte Dr. Pföhler in einer Pressemeldung der Kreisverwaltung Ahrweiler.

Ein Blick zurück: Bei einem tragischen Unfall wurde ein junger Mann aus dem AW-Kreis schwer verletzt und blieb behindert. Versicherungen und andere Leistungsträger übernahmen nicht alle Kosten für notwendige Versorgungen und Hilfsmittel. Das war 1974. Der damalige Landrat des AW-Kreises, Dr. Christoph Stollenwerk, griff die Idee für "Nachbar in Not" auf. Geboren war damit eine Aktion, die sich im Laufe der Jahre zu einer anerkannten Selbsthilfeeinrichtung der AW-Bürger etablierten sollte.

Das Prinzip: Die Landräte führen den Hilfsfonds in persönlicher Schirmherrschaft. Spenden kommen von Einzelpersonen, Geschäftsleuten, Vereinen oder Firmen. Und die Empfänger: Das sind Menschen aus dem Kreis Ahrweiler, die durch Schicksalsschläge unverschuldet in finanzielle Not geraten sind. Die Hilfe wird schnell und ohne Formulare gewährt. Ohne einen Pfennig Abzug stehen die Spendengelder für Notfälle zur Verfügung. Alle Empfänger bleiben anonym. Die Hilfegewährung setzt voraus, dass die Notlage unverschuldet eintrat und Versicherungen oder andere Leistungsträger nicht vorrangig zu Leistungen verpflichtet sind.

"Seit 1974 sind rund 1,3 Millionen Mark in den Landrats-Fonds geflossen", nennt Dr. Pföhler jetzt den aktuellen Zwischenstand. Diese "stolze Zahl" beweise, dass die Aktion "das uneingeschränkte Vertrauen der Menschen im Kreis Ahrweiler genießt". Landrat Dr. Pföhler wird die Spenden in Absprache mit dem Kreis-Sozialamt weiterleiten. Die Notlagen der Bedürftigen werden überwiegend von Sozialämtern, Jugendamt, Wohlfahrtsverbänden, Kirchengemeinden und caritativ tätigen Einzelpersonen mitgeteilt - selten von den Betroffenen selbst.

Einige Blicke ins Kassenbuch: 1999 gingen 191 Spenden ein. Das Spendenaufkommen lag bei 76.400 Mark. Ausgezahlt wurden 73.400 Mark an 129 Frauen, Männer und Familien. Ein Jahr zuvor, 1998, gingen rund 55.000 Mark von 74 Spendern ein - und etwa 90.000 Mark kamen 151 Empfängern zugute. Die Anlässe an Beispielen: Bei mehreren Hausbränden galt es zu helfen. Und in einem Fall wurde eine Mutter krebskrank; ihr Ehemann nahm sich über einen längeren Zeitraum unbezahlten Urlaub, um die kleinen Kinder zu versorgen.

Für alle Zahlungen an "Nachbar in Not" können Spendenquittungen ausgestellt werden. Das Konto der Aktion lautet: Kreissparkasse Ahrweiler, Kontonummer 810 200, (BLZ 57751310).

Hinweis an die Zeitungen: Zu diesem Artikel könnte das Logo von "Nachbar in Not" abgedruckt werden ("N-Symbol" zweier Hände). Das Logo kann aus dem Internet gezogen werden (www.kreis.aw-online.de - Kreisverwaltung - Nachbar in Not) oder wird Ihnen auf Wunsch per Ausdruck zugeschickt.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 10.02.2000

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