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Was bietet "Unser Dorf" speziell für Kinder und Jugendliche?

Der Idee von Landrat Dr. Pföhler zugestimmt: Wettbewerb wird erweitert - Jury-Mitglieder benannt - Dörfer und Vereine bis 8. März melden

Frischer Wind weht durch den diesjährigen Kreiswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft". Landrat Dr. Jürgen Pföhler hat vorgeschlagen, den Dörfer-Wettstreit um einen Beurteilungspunkt zu erweitern. Demnach werden Initiativen von und für Kinder und Jugendliche in diesem Jahr erstmals extra bewertet und belohnt.

Der Kreis- und Umweltausschuss des Kreises Ahrweiler hat dieser Idee des neuen Landrats jetzt zugestimmt. Neben den bisherigen Geldpreisen für siegreiche Dörfer und die aktiven Vereine in diesen Dörfern stehen zweckgebundene Prämien in Höhe von 800, 400 und 300 Mark für die Jugendarbeit zur Verfügung.

Der Kreis Ahrweiler will den ländlichen Raum nach den Worten von Dr. Pföhler "lebens- und liebenswert erhalten". Der jährliche Dörfer-Wettbewerb stelle eines von mehreren Instrumenten dar, um dieses Ziel zu erreichen. Der Blick solle sich "verstärkt auf junge Familien mit Kindern richten", begründete Dr. Pföhler seine Idee.

Den Ergänzungsvorschlag möchte der Landrat "in doppelter Richtung verstanden wissen". Zum einen werde bewertet, wo sich Kinder und Jugendliche für das Gemeinwohl ihres Dorfes eingesetzt haben, beispielsweise in Form von Bachpatenschaften oder anderen eigenen Initiativen. Umgekehrt gelte es aber auch, insbesondere Vereine oder Gruppen für eine vorbildliche Kinder- oder Jugendarbeit auszuzeichnen.

Welche Dörfer und Vereine dieses Jahr auf Kreisebene erfolgreich abschneiden und ins Rennen um den Bezirks- und Landesentscheid gehen, entscheidet sich voraussichtlich im Mai und Juni. Dann ist die Bewertungskommission im AW-Land unterwegs. Diese Bewertungskommission besteht aus fünf Personen:

Kurt Weber, Kreisplaner und Mitarbeiter der Kreisverwaltung, leitet das Gremium. Der Kreis- und Umweltausschuss benannte Anneliese Holzemer aus Adenau, Reinhardt Distelrath aus Niederzissen, Horst Daleki aus Weibern und Bernhard Wichert aus Sinzig zu den weiteren Jurymitgliedern. Beurteilt werden die Entwicklung der Orte, die bürgerschaftlichen Aktivitäten und Selbsthilfeleistungen, die Baugestaltung und das Grün im öffentlichen und privaten Bereich sowie die Einbindung der Orte in die Landschaft.

Bewerben können sich die Dörfer über die zuständige Stadt oder Verbandsgemeinde. Diese Kommunen melden die Bewerbungen bis 8. März beim Kreis. Vereine sollten sich bei ihrer Ortsgemeinde oder Stadt melden.

Der traditionsreiche Wettbewerb "Unser Dorf" wird seit 40 Jahren ausgerichtet. Er wurde 1960 von der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft ins Leben gerufen. In den Anfangsjahren spielte daher das Grün im Dorf eine große Rolle. Im Laufe der Zeit hat sich das Blickfeld der Jury jedoch erweitert. Wurden in den 60er und 70er Jahren die "schönen Dörfer" vorwiegend nach optischen Kriterien wie Grünanlagen und gepflegten Häusern beurteilt, stieg in der jüngeren Vergangenheit die Bedeutung der Infrastruktur oder der kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Aktivitäten in den Orten. Für diesen klassischen Dörfer-Wettstreit hat der Kreistag Prämien zwischen 1.500 und 900 Mark bereit gestellt.

Parallel zu dieser traditionellen Dörfer-Konkurrenz führte der Kreis Ahrweiler 1997 den Spezial-Wettbewerb für Vereine, Gruppen und Initiativen ein. Hier stehen Prämien zwischen 1.500 und 400 Mark für die sechs besten Vereine bereit. Auf diesem Spezial-Prüfstand stehen Fragen wie: Welche baulichen oder gestalterische Leistungen haben Vereine erbracht - beispielsweise zur Renovierung von Gebäuden oder zur Anlage und Unterhaltung öffentlicher Flächen? Was können Vereine für die Integration von Neubürgern tun? Innerhalb dieses Vereins-Wettbewerbs fragt die neue Idee jetzt nach Aktionen von und für Kinder und Jugendliche.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 24.02.2000

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