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Die Schulen bringen Schulden

Dennoch: Kreishaushalt ist genehmigt - "Sparbemühungen zu erkennen"

Der Haushalt des Kreises Ahrweiler für das Jahr 2000 ist genehmigt. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier, die ihre Kontrollfunktion für die Kreisfinanzen von der früheren Bezirksregierung Koblenz übernommen hat, gab jetzt offiziell grünes Licht für das 2000er Zahlenwerk. Der Kreis habe einen ausgeglichenen Hauhalt vorgelegt.

Der Verwaltungshaushalt, der die laufenden Ausgaben der Verwaltung ohne die Investitionen regelt, sei "erfreulicherweise ohne Investitionsschlüsselzuweisung" ausgeglichen, wie es aus Trier heißt. Die dauernde Leistungsfähigkeit des Kreises könne mittelfristig nachgewiesen werden. Mit Blick auf die finanzielle Leistungsfähigkeit der Städte und Gemeinden sowie die eigene Haushaltssituation sei die Kreisumlage "angemessen".

Beim Vermögenshaushalt, der die Ausgaben für Investitionen auflistet, weist die Trierer Aufsicht auf das Problem der hohen Verschuldung hin. Als eine der kostenintensivsten Baumaßnahmen des AW-Kreises wird die Realschule Ahrweiler genannt, an der zusätzliche Schulräume errichtet und eine neue Sporthalle gebaut werden. Dafür sehe der Haushaltsansatz 2000 eine Million Mark vor - und zudem Verpflichtungsermächtigungen für die nächsten Jahre in Höhe von weiteren rund acht Millionen Mark.

Die Gesamtinvestitionen in die Schulen in Kreisträgerschaft binden rund 7,7 Millionen Mark und damit ein Drittel der Gesamtausgaben im Vermögenshaushalt des Jahres 2000. Einen weiteren Ausgabenschwerpunkt stelle der Neu- und Ausbau von Kreisstraßen dar. Die Finanzierung solcher Vorhaben laufe zu 50 Prozent über Kredite. Dies führt nach Ansicht der Trierer Genehmigungsbehörde "zu einer enormen Belastung der künftigen Haushaltsjahre".

Das Gesamtvolumen des Kreis-Verwaltungshaushaltes beträgt rund 157 Millionen Mark und liegt damit um 1,7 Millionen Mark unter dem 99er Plan. Dies lasse "die Sparbemühungen des Kreises erkennen", schreibt Trier. Der Vermögenshaushalt wurde ebenfalls gesenkt, und zwar um 2,2 Millionen Mark gegenüber 1999 auf jetzt 23 Millionen Mark.



Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 30.03.2000

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