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Eine kühle Idee im Wald und gegen die Wildschweinpest

Staatsforst Hochacht: Sammelstelle für erlegte Tiere eingerichtet

Zwar blieb der Kreis Ahrweiler bislang von der Schweinepest verschont. Dennoch wurde jetzt eine konkrete Vorsorgemaßnahme getroffen: Eine Sammelstelle einschließlich Kühlraum dient im Staatsforst Hochacht zwischen Adenau und Kaltenborn ab sofort als Lagerplatz für erlegtes Wildschwein, das zunächst auf die Schweinepest untersucht und anschließend freigegeben wird.

Landrat Dr. Jürgen Pföhler übergab diese neue Einrichtung an Vertreter aus der Forst-, Jäger- und Landwirtschaft. "Wir warten nicht, bis die Seuche kommt, sondern sorgen im Sinne von Landwirten und Jägern vor", sagte der Landrat bei der Inbetriebnahme des neuen Kühllagers. Die Wildsammelstelle sei das Ergebnis einer "gelungenen Kooperation von Forstamt und Kreisverwaltung". Das Forstamt Adenau unter der Leitung von Forstdirektor Martin Kaiser war nach den Worten Dr. Pföhlers "spontan bereit, die vorhandene Maschinenhalle kostenlos zur Verfügung zu stellen". Im Gegenzug könnten die Förster die Kühlzelle in Zeiten ohne Tierseuchen für eigene Zwecke nutzen.

Vor Ort unterzeichneten Landrat Dr. Pföhler und Forstdirektor Kaiser den entsprechenden Nutzungsvertrag. Der Kreis Ahrweiler zahlt für die Errichtung der Kühlzelle 32.000 Mark. Der Standort im Wald bei Hochacht erwies sich als geeignet, weil die nötige Versorgung mit Wasser, Strom und Abwasser bereits besteht.

Die Schweinepest beim Wildschwein ist in den Nachbarkreisen Bitburg-Prüm, Bernkastel-Wittlich und Daun noch nicht getilgt und steht damit vor den Toren des Kreises Ahrweiler. Ein Ausbreiten der Seuche aufs AW-Kreisgebiet sei nicht ausgeschlossen, warnte der Leiter des Veterinäramtes in der Kreisverwaltung, Dr. Otto Gaudlitz. Die Jäger sind aufgerufen, Wildscheine verstärkt zu bejagen. Die Schweinepest sei für den Menschen jedoch ungefährlich, betonte Dr. Gaudlitz nochmals.

Hinweis an die Zeitungen : Zu diesem Artikel erhalten Sie ein Foto. Bildunterzeile:

Gruppenbild mit neuem Nutzungsvertrag für die Wildsammelstelle: Hans-Albert Jacoby, Forstrevierleiter Adenau (v.l.), Eduard Ruhs von der Unteren Jagdbehörde der Kreisverwaltung, Kreisjagdmeister Dieter Stich, Hans Boes, Vorsitzender des Kreisbauern- und Winzerverbandes, Forstdirektor Martin Kaiser und Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Dr. Otto Gaudlitz sowie Udo Wasserzier und Johannes Hüllen vom Forstamt Adenau.




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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 06.04.2000

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