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"Ausgleichsmittel nur für Arp-Museumsbahnhof hätte es nie gegeben"

Antrittsbesuch: Landrat Dr. Pföhler beim Kollegen Kühn - Hochgeschwindigkeits-Datennetz als Standortvorteil - Beim Tourismus "vorbildlich"

Das Arp-Museum soll als Neubau nach den Plänen des amerikanischen Architekten Richard Meier in Remagen-Rolandseck errichtet werden. In dieser Forderung sind sich die beiden Landräte des Kreises Ahrweiler und des Rhein-Sieg-Kreises, Dr. Jürgen Pföhler und Frithjof Kühn, einig. Der neue Ahrweiler Landrat stattete seinem Amtskollegen jetzt den Antrittsbesuch in Siegburg ab.

Dabei wies Landrat Kühn darauf hin, dass der Kreis Ahrweiler gegenüber den Partnern in der Region, der Stadt Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis, beim Arp-Museum "im Wort steht und verpflichtet ist, den Museums-Neubau zu fordern". Der Kreis Ahrweiler habe aus dem Kulturtopf der Berlin-Bonn-Ausgleichsmittel einen relativ hohen Anteil erhalten. Es sei seinerzeit keinesfalls einfach gewesen, den Arp-Neubau als Ausgleichsprojekt in der Region zu etablieren, betonte Kühn. Der AW-Kreis hätte bei den Ausgleichsverhandlungen nach den Worten des Rhein-Sieg-Landrats sicherlich keine Zustimmung vom Bund für die bloße Renovierung des Museumsbahnhofs Rolandseck bekommen.

An einem Strang ziehen wollen die beiden Landräte, die sich gegenseitig eine "enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit für die kommenden Jahre" zusagten, auch bei dem Projekt RegioNet Speed. Dabei handelt es sich um ein Daten-Hochgeschwindigkeitsnetz der Deutschen Telekom für die Region Bonn. Es wird als zusätzlicher Standortvorteil für Unternehmen gesehen, die sich ansiedeln wollen. Das Projekt ist Bestandteil des Kooperationsvertrages der Telekom mit der Region Bonn. Kühn und Dr. Pföhler haben sich jetzt nochmals mit Nachdruck an die Telekom gewandt mit der Forderung, das Projekt umzusetzen.

Besprochen haben die Landräte auch die Idee, Hochschulabsolventen verschiedener Fachrichtungen durch eine gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung auf dem Gebiet der Informationstechnik weiter zu qualifizieren. Beteiligte wären das GMD-Forschungszentrum Informationstechnik, die Universität Bonn und die Fachhochschule Bonn/Rhein-Sieg. Eine solche Einrichtung würde nach Ansicht beider "den dringend benötigten Nachwuchs" für die Unternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie (IuK) ausbilden. Alleine in der Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler fehlten rund 3.000 qualifizierte Arbeitskräfte in Firmen der IuK-Branche. Dieses Defizit stelle eines der größten Wachstumshemmnisse dar. Dr. Pföhler und sein Kollege Kühn würden es begrüßen, wenn die Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Region auf diesem Sektor kooperieren könnten.

Die von Prof. Christian E. Elger gestartete Initiative "Dekade des Gehirns" stelle einen wichtigen Beitrag für die Gesundheitsregion Bonn dar, die sogar bundesweite Beachtung finde. Elger leitet die Klinische Epileptologie der Universität Bonn und koordiniert das Projekt, das die Gehirnforschung intensivieren soll. Die Initiative läuft in Zusammenarbeit mit der Strukturförderungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler (SFG).

Beim Tourismus nehmen der Kreis Ahrweiler und vor allem das Ahrtal nach den Worten des Rhein-Sieg-Landrats "eine absolute Vorbildfunktion ein". Dies betreffe die Auswahl der touristischen Anlaufstellen, die Gastronomie und die Organisationsstärke der Fremdenverkehrseinrichtungen. Vor allem das Siebengebirge im Rhein-Sieg-Kreis könne vom Ahrtal lernen. Kühn wünscht sich dazu eine engere Kooperation.



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 04.05.2000

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