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Die Sinziger Linde hat noch eine Chance

Kreis gibt neues Gutachten in Auftrag - Anker hängen funktionslos im Totholz

Die Sinziger Linde hat noch eine Chance. Ob der Baum an der Ecke Koblenzer Straße/Lindenstraße aus Sicherheitsgründen gefällt werden muss oder nicht, soll ein weiteres Gutachten klären. Die Kreisverwaltung nennt Einzelheiten.

Die letzten Maßnahmen der Kreis-Landespflege aus dem Jahr 1991 zum Erhalt der wertvollen historischen Sinziger Linde haben zwar Wirkung gezeigt. Doch der Zahn der Zeit macht auch vor diesem Naturdenkmal nicht halt. Bei der jährlichen Begutachtung der Naturdenkmale im Kreis Ahrweiler hat ein unabhängiger Sachverständiger in diesem Frühjahr festgestellt, dass sich der Baum nicht mehr in einem verkehrssicheren Zustand befindet.

Der vermutlich mehr als 400 Jahre alte Baum, der seit 1952 ein Naturdenkmal ist, verfügt im unteren Stammbereich nur noch über eine restliche Wandstärke von maximal fünf Zentimetern. Die Anker, die in früheren Jahren in den Stamm eingebaut wurden, hängen funktionslos im toten Holz. Diese Anker sind nicht mehr in der Lage, den Baum zu sichern.

Angesichts der Historie der Sinziger Linde möchte die Kreisverwaltung ungeachtet der fachlichen Bedenken zur Standsicherheit durch ein weiteres Gutachten klären lassen, ob erneute Pflegemaßnahmen einen verkehrssicheren Zustand für einen längeren Zeitraum ermöglichen. Derzeit sei noch keine endgültige Entscheidung über das Schicksal der Linde gefallen, heißt es aus dem Kreishaus. Es werde geklärt, ob sich das Land an den Gutachterkosten und möglichen baumchirurgischen Maßnahmen beteiligt.

Wenn sich trotz aller Bemühungen die Verkehrssicherheit nicht gewährleisten lässt, folgt das Verfahren zur Aufhebung des Naturdenkmalschutzes. Darin eingebunden sind die Stadt Sinzig als Grundstückseigentümer, Fachbehörden, der Landespflegebeirat sowie die anerkannten Naturschutzverbände.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 15.05.2000

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