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Bundesverwaltungsgericht verbietet "Forellenzirkus"

Fische dürfen nicht in einen Teich eingesetzt werden, um sie unmittelbar darauf wieder herauszuangeln. Dies stellt einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar. Wie die Kreisverwaltung meldet, ist dies der Tenor eines aktuellen Urteils des Bundesverwaltungsgerichts (Az.: BVerwG 3 C 12.99).

Hintergrund der Entscheidung ist der sogenannte "Forellenzirkus", bei dem der Teichwirt in Gegenwart des Angelgastes Fische mit einem Kescher aus einem Behälter nimmt, diese in einen Teich einsetzt und dann unmittelbar zum Angeln freigibt. Ziel dieses Verfahrens ist es, dem Angler den gewünschten Fang zu sichern. In dieser Praxis sieht das Gericht einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, nach dem niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen dürfe. Die beschriebene Praxis bedeute hingegen doppeltes Leid für die Tiere. Eine erlaubte Variante liege, so das Gericht, dann vor, wenn zwischen dem Einsetzen und dem Fang der Fische ein Zeitraum von zwei Monaten liege. Denn dann habe der Fisch genügend Zeit, sich in der neuen Umgebung einzuleben.

Die Landesregierung Rheinland-Pfalz vertritt bereits seit 1994 die Auffassung, dass der "Forellenzirkus" gegen den Tierschutz verstößt. Auch der Verband Deutscher Sportfischer, Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. (VDSF), tritt für ein waidgerechtes Angeln ein. Er ist ebenfalls der Ansicht, dass Fische nicht in einen Teich eingesetzt werden dürften, um sie unmittelbar danach wieder herauszuangeln.



Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 24.05.2000

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