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"Armont" will Infos für Fahrgäste und Touristen verknüpfen

Neues ÖPNV-Projekt im AW-Kreis erproben - Antrag ans Forschungsministerium

Der Kreis Ahrweiler will gemeinsam mit dem Mainzer Verkehrsministerium und weiteren Partnern neue Informations-Dienstleistungen im Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) erproben. Der Antrag für "Armont" - so heißt das Projekt - wurde bereits beim Bundesforschungsministerium eingereicht. Die Fachhochschule RheinAhrCampus in Remagen soll die wissenschaftliche Begleitung übernehmen.

In einer gemeinsamen Pressemeldung erläutern Staatssekretär Ernst Eggers, Landrat Dr. Jürgen Pföhler und der Vorsitzende der F.D.P.-Kreistagsfraktion, Ulrich van Bebber, das Vorhaben. Im Kern gehe es um die Schaffung einer gemeinsamen technischen und organisatorischen Basis für den öffentlichen Verkehr, den Fahrradtourismus, den Individualverkehr sowie touristische Angebote im Internet. Informations-Dienstleistungen müssten künftig viel stärker als bisher miteinander verknüpft werden.

Beispielsweise brauchten Radtouristen jederzeit aktuelle und ortsspezifische Informationen über Angebote zur Fahrrad-Mitnahme auf der Schiene oder Übernachtungs- und Erlebnismöglichkeiten. Auch der ÖPNV könne sich flexibler auf die Nachfrage ausrichten, wenn Besucher von Veranstaltungen gleich den Bus mitbuchen können.

Alle Angebote im ÖPNV und Tourismus sollen in einer gemeinsamen, umfassenden Kartendatenbank verfügbar gemacht werden, um damit neue Verknüpfungsmöglichkeiten zwischen bisher getrennten Bereichen zu erschließen. Das Internet oder die geplante Mobilitätszentrale in Bad Neuenahr-Ahrweiler sollen es in Zukunft ermöglichen, Informationen wirtschaftlicher zu verbreiten und Buchungen einfacher vorzunehmen.

Ein weiterer Schwerpunkt von Armont soll in der besseren Erschließung der touristischen Attraktionen für Menschen liegen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Auch hier könnten neue Informationswerkzeuge eingesetzt werden, die den Kunden detailliert beraten und gleichzeitig den Betreibern zeigen, wo Lücken im Angebot geschlossen werden müssen.

In Deutschland liegt der Schwerpunkt neuer Informations-Dienstleistungen im Verkehr bisher noch in den Ballungsräumen. Dabei gebe es vor allem in ländlichen und touristischen ausgerichteten Räumen wie dem Kreis Ahrweiler vielfältige Anwendungsmöglichkeiten neuer Technologien, betonen Eggers, Dr. Pföhler und van Bebber. Mit dem Internet stehe ein leicht zugängliches, kostengünstiges und flexibles Medium zu Verfügung. Die Projektpartner abschließend: "Wir fangen nicht bei Null an, sondern können schon erhebliche Erfahrungen gerade bei den Mobilitäts- und Informationswünschen von Bürgern und Gästen einbringen."


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 29.06.2000

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