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Biotechnischer Pflanzenschutz im Obst- und Weinbau wird gefördert

Programm Umweltfreundliche Landwirtschaft - Infos bei der Kreisverwaltung

Landwirte und Winzer können bei der Kreisverwaltung Ahrweiler vom 10. bis 28. Juli Anträge für alle Programmteile des neuen Förderprogramms Umweltschonende Landbewirtschaftung (FUL 2000) stellen. Ausgenommen vom Sommerantrag ist die Förderung der umweltschonenden Rebflächen-Bewirtschaftung in Steil- und Steilstlagen. Dafür ist im November 2000 ein Neuantrag vorgesehen.

Mit der Eröffnung des Antragsverfahrens für das neue FUL wird allen rheinland-pfälzischen Landwirten und Winzern ein Angebot unterbreitet, freiwillig und mit angemessener Honorierung einen über die gute fachliche Praxis hinausgehenden Beitrag zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und zum Erhalt einer vielfältigen Kulturlandschaft zu leisten.

Neu im FUL ist die Förderung des biotechnischen Pflanzenschutzes im Obst- und Weinbau. Dabei geht es um die biotechnische Trauben- und Apfelwicklerbekämpfung, die bereits in den vergangen Jahren als Pilotprojekt vom Land unterstützt wurde. Als weitere neue, auf Einzelflächen bezogene Maßnahme wird die Förderung von Mulchsaaten bei Mais und Zuckerrüben angeboten. Aus Gründen des Erosionsschutzes muss die Aussaat dieser Kulturen ohne wendende Bodenbearbeitung und in Verbindung mit einer Zwischenfrucht-Einsaat oder einer Strohmulchdecke erfolgen.

Wie die Kreisverwaltung weiter meldet, wurde die umfassende Weiterentwicklung des FUL aufgrund der geänderten agrarpolitischen Rahmenbedingungen durch die Agenda 2000 und die bisherigen praktischen Erfahrungen vorgenommen. Ein wichtiges Ziel ist es, die Handhabung des Programms für die Teilnehmer und die Verwaltung zu erleichtern, ohne die angestrebten Umweltentwicklungen einzuschränken. Das neue FUL wurde der Europäischen Kommission nach Angaben des Mainzer Landwirtschaftsministeriums bereits Ende 1999 vorgelegt. Mit einer Genehmigung ist nach derzeitiger Einschätzung frühestens im September 2000 zu rechnen, so dass insbesondere die Bewirtschaftungsauflagen und die Prämiensätze des neuen FUL unter dem Vorbehalt einer Zustimmung stehen. - Info: Kreisverwaltung Ahrweiler, Ruf 02641/975-288 oder 975-323.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 29.06.2000

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