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Das "Weltklasse-Museum" rückt näher

Einigung für Arp-Neubau - Landrat begrüßt Gründung eines Fördervereins

Das Arp-Museum in Remagen-Rolandseck mit dem geplanten Neubau nach den Plänen des amerikanischen Stararchitekten Richard Meier ist jetzt auf einem guten Weg. Landrat Dr. Jürgen Pföhler hat dem Konzept für den Kreis Ahrweiler in der Arbeitsgruppe des für den Berlin-Bonn-Ausgleich zuständigen Koordinierungsausschusses zugestimmt.

Der Koordinierungsausschuss soll das Vorhaben noch in diesem Monat förmlich verabschieden. Der Ahrweiler Landrat: "Nach intensiven und schwierigen Verhandlungen mit der Mainzer Landesregierung haben wir jetzt einen guten Kompromiss gefunden."

Dr. Pföhler fasst die in der Arbeitsgruppe erzielte Einigung in drei Eckpunkten zusammen. Erstens halte die Mainzer Landesregierung auf der Grundlage des Zwei-Phasen-Modells neben dem Ausbau des bestehenden Bahnhofsgebäudes "jetzt ernsthaft" auch am ursprünglich geplanten und zugesagten Richard-Meier-Neubau fest. Zweitens: Für den Neubau des Richard-Meier-Museums werden von Bund und Land insgesamt elf Millionen Mark reserviert.

Und drittens begrüßt Dr. Pföhler den Plan, nach dem das Land Rheinland-Pfalz und der Kreis Ahrweiler gemeinsam mit der Arp-Stiftung einen Förderverein beziehungsweise eine Kulturstiftung gründen, um die noch fehlenden Mittel für den Richard-Meier-Neubau im Wege "eines professionellen Sponsoringkonzepts zu akquirieren".

Dr. Pföhler weiter: "Jetzt haben wir die Chance, zusammen mit dem Ausbau des Bahnhofs Rolandseck und der Errichtung eines Funktionsgebäudes (Depot, Verwaltung, Bibliothek) ein Museum von Weltklasseformat an den Rhein zu bekommen." Dieses "erfreuliche Ergebnis" sei nur möglich geworden, weil die Region an einem Strang gezogen habe.

Die nächsten wichtigen Schritte seien die Schaffung von Baurecht und die Gründung des Fördervereins. Die Landesregierung habe zugesagt, dem Förderverein in Kürze einen nennenswerten Betrag als Startkapital bereitzustellen. Der Landrat: "Es ist ein gutes Zeichen, dass sich Staatssekretär Klaus Rüter als Chef der Mainzer Staatskanzlei persönlich in dem Förderverein für die Landesregierung engagieren wird." Jetzt bestehe die "realistische Perspektive", im Schulterschluss mit dem Land "ein kulturelles Prunkstück im Kreis Ahrweiler" auf die Beine zu stellen.

Die Akquisition der noch fehlenden Sponsorenmittel sei "eine große Herausforderung, für die neben einem Höchstmaß an persönlichem Engagement Kreativität und langer Atem nötig sind". Dr. Pföhler: "Dies wird eine Daueraufgabe für die kommenden Jahre sein. Allerdings wurde der Louvre auch nicht an einem Tag erbaut."

 

Der Koordinierungsausschuss für den Bonn-Berlin-Ausgleich setzt sich unter anderem zusammen aus Vertretern der Bundesregierung, der Landesregierungen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie der Stadt Bonn, des Rhein-Sieg-Kreises und des Kreises Ahrweiler. Das Arp-Museum ist neben der Fachhochschule Remagen eines der zentralen Projekte, dass der Bund für den Kreis Ahrweiler als Ausgleich für den Regierungsumzug von Bonn nach Berlin fördert.



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 06.07.2000

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