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Das Innovations- und Gründerzentrum Sinzig wird konkret

Landrat Dr. Pföhler: "Topmoderne Institution stärkt unsere technologische Kompetenz"- Investitionsvolumen von acht Millionen Mark

Das geplante Innovations- und Gründerzentrum Sinzig (IGZ) hat einen entscheidenden Schritt nach vorne getan. Die Arbeitsgruppe des Koordinierungsausschusses für den Berlin-Bonn-Ausgleich hat dieses Projekt jetzt abschließend beraten.

Der Koordinierungsausschuss soll das Vorhaben noch in diesem Monat förmlich verabschieden. Dieser Ausschuss setzt sich unter anderem zusammen aus Vertretern der Bundesregierung, der Landesregierungen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie der Stadt Bonn, des Rhein-Sieg-Kreises und des Kreises Ahrweiler.

"Durch das IGZ werden neue, hochwertige und zukunftsorientierte Arbeitsplätze im Kreis Ahrweiler geschaffen", freute sich Landrat Dr. Jürgen Pföhler im Anschluss an die Sitzung der Arbeitsgruppe. In der Barbarossastadt entsteht nach den Worten des Landrats "eine topmoderne Institution". Deutlichen Dank richtete Dr. Pföhler an das federführende Bundesbauministerium, das für die Abwicklung des Berlin-Bonn-Ausgleichs zuständig ist. Die Bonner Behörde habe den Förderantrag des Kreises Ahrweiler und der Stadt Sinzig "binnen weniger Monate" zur Entscheidungsreife gebracht. "Auch das Wirtschaftsministerium des Landes Rheinland-Pfalz hat uns tatkräftig unterstützt", schickte der Ahrweiler Landrat anerkennende Worte nach Mainz.

Die vollständige Bezeichnung dieser Einrichtung, die auch als Technolgiezentrum Sinzig bekannt ist: "Innovations- und Gründerzentrum für Pharmazie, Medizintechnik, Lebensmittelchemie und Kosmetik". Dabei handelt es sich nach den Worten Dr. Pföhlers neben der Fachhochschule Remagen, dem Pilotprojekt der Gesundheits- und Fitnessregion sowie dem Arp-Museum um eines der zentralen Ausgleichsprojekte für den Kreis Ahrweiler. Der Landrat: "Das IGZ wird unsere technologische Kompetenz überregional und zukunftsweisend stärken." Zudem schlage der Kreis Ahrweiler "eine neue Brücke in die Region Bonn." Das Sinziger Zentrum soll neben der Einbindung in das Zentren-Konzept des Landes Rheinland-Pfalz eng mit den technologieorientierten Einrichtungen der Region zusammenarbeiten.

Das neue IGZ wird Dienstleistungen für Unternehmensgründer sowie für kleine und mittlere Betriebe der genannten Branchen einschließlich ihrer Zulieferer anbieten. Dabei handelt es sich in erster Linie um ein hochwertiges Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebot, die Organisation von Fachkonferenzen und Messen sowie die Bereitstellung von Laborräumen und technischem Gerät wie Mess- und Produktionseinrichtungen.

Das Konzept eines solchen Technologiezentrums: Es beherbergt junge technologieorientierte Unternehmen beziehungsweise Existenzgründer und Jungunternehmen verschiedener zukunftsorientierter Branchen. Im Gegensatz zu Technologieparks wird ein solches Zentrum in einem einzigen Gebäude oder Gebäudekomplex errichtet.

Beim IGZ handelt es sich um ein Ausgleichsprojekt, das der Bund mit 55 Prozent der Gesamtkosten in Höhe von acht Millionen Mark finanziert. Die Restkosten übernehmen das Land Rheinland-Pfalz mit 25 Prozent sowie der Kreis Ahrweiler und die Stadt Sinzig.

Der Landrat zum weiteren Vorgehen: "Nach der Entscheidung des Koordinierungsausschusses werden wir noch im Oktober in die Kreisgremien gehen. Parallel betreiben wir mit der Stadt Sinzig die Vorbereitung zur Gründung der GmbH."

Entstehen soll das Zentrum in unmittelbarer räumlicher Nachbarschaft zur Forschungsvereinigung der Arzneimittelhersteller (FAH), die bereits ihre konkrete Unterstützung zugesagt und Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet hat.



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 06.07.2000

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