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Mindesterträge für Winterraps, Sommerraps und Öllein festgelegt

Nachwachsende Rohstoffe: Sofort nach der Ernte Lieferscheine vorlegen

Landwirte, die auf konjunkturell stillgelegten Ackerflächen nachwachsende Rohstoffe angebaut haben, müssen die gesamte Ernte von diesen Flächen an die Erstverarbeiter beziehungsweise die Aufkäufer abliefern. Dabei dürfen die für Rheinland-Pfalz festgesetzten Mindesterträge nicht unterschritten werden. Darauf weist die Kreisverwaltung Ahrweiler hin.

Für die Ernte 2000 wurden folgende Mindesterträge festgelegt: Winterraps 28 Doppelzentner pro Hektar, Sommerraps 19 dz/ha und Öllein 15 dz/ha. Die repräsentativen Erträge für Sonnenblumen werden später festgelegt.

Wurden die Mindestablieferungsmengen beispielsweise wegen des Wetters nicht erreicht, muss die Fehlmenge von den übrigen Anbauflächen ersetzt oder zugekauft werden. In begründeten Einzelfällen, die schriftlich darzulegen sind, kann die Kreisverwaltung eine Fehlmenge von bis zu 10 Prozent anerkennen. Voraussetzungen: Es liegt keine Fahrlässigkeit beim Anbau vor, und der Verdacht des Missbrauchs ist ausgeschlossen.

Unmittelbar nach Ablieferung des Ernteguts müssen die Landwirte Liefer- bzw. Wiegescheine abgeben. Die Nachweise müssen Angaben enthalten über die abgelieferte Erntemenge nach Art und Sorte, Gewicht, Feuchtegehalt und Besatzwerten nach Vorreinigung. Die Dokumente müssen vom Abnehmer bzw. Erstverarbeiter unterzeichnet sein.

Landwirte, die bereits vor der Ernte wissen, dass sie den festgelegten Mindestertrag nur geringfügig (bis 10 Prozent) unterschreiten, sollten der Kreisverwaltung diese Fälle schriftlich mitteilen und die Unterschreitung hinreichend begründen. Bei jeder Unterschreitung muss jedoch Vorsorge für den Ersatz der Fehlmenge getroffen werden, weil nur dies Sanktionen vermeiden kann.

In gravierenden Fällen muss der gesamte Betrieb von den Ausgleichszahlungen ausgeschlossen werden. Die Landwirte werden daher gebeten, kein unnötiges Risiko einzugehen, die Ernte vollständig abzuliefern und vor allem die festgelegten Mindesterträge zu erfüllen. Info: Kreisverwaltung Ahrweiler, Ruf 02641/975-288.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 14.07.2000

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