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"Geld ersetzt keine Institutionen"

Landrat Dr. Pföhler für Verbleib der Ministerien in Bonn

Als "wenig konstruktiv" hat der Landrat des Kreises Ahrweiler, Dr. Jürgen Pföhler, den Vorschlag des F.D.P.-Bundestagsabgeordneten Dr. Dieter Thomae aus Sinzig-Bad Bodendorf bezeichnet, sich mit dem drohenden Rutschbahneffekt von Bonn nach Berlin abzufinden und der Region statt dessen einen erneuten finanziellen Ausgleich zu zahlen.

"Der Bund steht im Wort, die Bonner Ministerien müssen ohne Wenn und Aber hier bleiben", erklärte Dr. Pföhler. Der Gedanke eines finanziellen Ausgleichs greift nach Ansicht des Ahrweiler Landrats zu kurz. "Solche Finanzspritzen sind irgendwann aufgebraucht, und Geld ersetzt keine Institutionen." Der Landrat: "Unsere Region braucht die Verlässlichkeit und Sicherheit, dass alle im Rahmen des Bonn-Berlin-Ausgleichs gegebenen Zusagen vollständig eingehalten werden. Dies ist wesentliche Voraussetzung zum Erhalt bestehender und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze als Ausgleich der Sonderbelastungen, die unsere Region durch den Regierungsumzug erfährt."

Dr. Pföhler hält daher nichts von Neuverhandlungen über den Bonn-Berlin-Ausgleich. Entscheidend sei vielmehr, "dass die Vereinbarungen des Bonn-Berlin-Ausgleichs unumstößlich gelten, damit wir unsere Zukunft auf dieser Grundlage selbst in die Hand nehmen können."

Dr. Thomae habe als Bundestagsabgeordneter "viel für den Kreis Ahrweiler erreicht", lobt der Landrat das Engagement des F.D.P.-Politikers. Es bestehe jedoch keinerlei Anlass, die Verlagerung weiterer Dienststellen an die Spree zu akzeptieren. "Ich hoffe, dass mit dem klaren Bekenntnis von Bundeskanzler Gerhard Schröder zu der vereinbarten fairen Arbeitsteilung zwischen Berlin und Bonn die Diskussion jetzt endgültig beendet ist. Denn jedes Rütteln an den getroffenen Vereinbarungen verunsichert die Menschen in der Region und mögliche Investoren."

(Bereits am 25.07.2000 erschienen)



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 27.07.2000

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