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Mit heimischem Holz auf innovativen Wegen

Landrat Dr. Pföhler: Moderne Holzbauweise verbindet Ökologie und Ökonomie

Beim ökologischen Bauen nimmt der Kreis Ahrweiler bundesweit eine Spitzenposition ein. "Vor allem mit der innovativen Technik einer modernen Holzbauweise gelingt es uns, Ökologie und Ökonomie mit einander zu verbinden", sagte Landrat Dr. Jürgen Pföhler nach einem Besuch der neuen Heimersheimer Reihenhäuser in Passivbauweise.

Der oftmals angeführte Gegensatz zwischen Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit werde mit solchen Projekten in vorbildlicher Weise aufgelöst. Der Landrat: "Hier wird der heimische, nachwachsende Rohstoff Holz verwendet - und gleichzeitig entsteht ein Gebäude mit niedrigem Energieverbrauch." Bauherr des Projektes in Heimersheim ist Markus Exenberger, der das Gebäude nach den Plänen des Architekten Udo Heimermann errichten ließ. Die Firma Adams Holzbau-Fertigbau aus Niederzissen übernahm die Ausführung.

Holzbauprojekte aus dem Kreis Ahrweiler haben sich in der Tat in ganz Deutschland einen Namen gemacht. So bejubelt das Deutsche Architektenblatt den ersten viergeschossigen Holz-Neubau, der ebenfalls in der Kreisstadt entstand, als "Meilenstein für das ökologische Bauen" und einen "wichtigen Beitrag zur Schonung der Ressourcen". Dieses Wohn- und Geschäftshaus des Bauherrn Frank Wershofen steht im Wiesenweg in Heimersheim . Es wurde aus heimischen Hölzern errichtet und zeichne sich aus durch "hohe Wohnqualität, Wirtschaftlichkeit und anspruchsvolle Dämmstandards", heißt es im Architektenblatt.

Solche Holzbauten - erwähnt werden auch die Siedlung "Auf den Steinen", die Douglasien-Konstruktion des Museums "Römervilla", das Thermalbad "Ahrthermen" und das erste dreigeschossige Mehrfamilienhaus in Walporzheim - seien zugleich ein sichtbarer Ausdruck des Waldreichtums im Kreis Ahrweiler. Für das viergeschossige Gebäude ist der Rundholzeinsatz von etwa 700 Festmetern erforderlich. Dies sei die Menge, die allein im Stadtwald von Bad Neuenahr-Ahrweiler in einem einzigen Monat nachwachse, rechnete die rheinland-pfälzische Umweltministerin Klaudia Martini vor.

Auf dem geschwungenen Dach der drei Exenberger-Passivhäuser sind Solarkollektoren angebracht, die Energie für Heizung und Warmwasser liefern. Den restlichen Energiebedarf deckt eine Erdwärmepumpe. Die Kreisverwaltung hatte die Baugenehmigung für das Heimersheimer Objekt erteilt.

An dem Treffen, bei dem sich Landrat Dr. Pföhler über technische Einzelheiten informieren ließ, nahmen auch Reinhard Adams vom gleichnamigen Holzbauunternehmen und der Leiter des Forstamtes Ahrweiler, Hans-Jörg Pohlmeyer, teil. Oberforstrat Pohlmeyer ist Mitglied im Landesbeirat Holz. Dieses Gremium setzt sich zusammen aus Mitgliedern der Landesforstverwaltung sowie der Holz verarbeitenden Gewerbebetriebe in Rheinland-Pfalz.

 

 

Hinweis an die Zeitungen: Zu diesem Artikel erhalten Sie ein Foto: Bildunterzeile:

Eine schwungvolle Idee für ökologisches Bauen vorgestellt: Hans-Jörg Pohlmeyer (v.l.n.r.), Reinhard Adams, Markus Exenberger, Landrat Dr. Jürgen Pföhler, Udo Heimermann und der Bau-Abteilungsleiter der Kreisverwaltung, Raymund Pfennig.




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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 10.08.2000

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