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Jäger sollen Wildschweine verstärkt bejagen

Schweinepest: Landrat Dr. Pföhler fordert Vorsorge - Speiseabfälle gehören nicht in den Wald

Die jüngsten Ausbrüche der Schweinepest im Kreis Bernkastel-Wittlich bereiten auch den Landwirten im Kreis Ahrweiler Sorge. Eine wichtige Maßnahme zur Seuchenvorbeuge stellt die drastische Reduzierung des übermäßigen Bestandes an Schwarzwild dar. Landrat Dr. Jürgen Pföhler appelliert daher an die Jäger, Wildschweine verstärkt zu bejagen. Dies diene auch dem Schutz der heimischen Landwirtschaft.

Im Kreis Ahrweiler selbst ist die Schweinepest bislang noch nicht aufgetreten. "Wir nehmen das Problem aber sehr ernst und müssen alles daran setzen, dass wir auch in Zukunft von der Seuche verschont bleiben", fordert der Landrat entsprechende Vorsorgemaßnahmen.

Die von der Seuche befallenen Schweinebestände im Kreis Bernkastel-Wittlich sind getilgt. Wie bei anderen Fällen der Schweinepest verdichten sich die Vermutungen, dass die Krankheit von Wildschweinen eingeschleppt wurde. Im Kreis Ahrweiler wurden im vergangenen Jagdjahr mehr als 4.000 Stück Schwarzwild erlegt. Es gilt die Faustegel: je geringer die Populationsdichte dieser Tiere, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass die Seuche zum Stillstand kommt.

Die Amtstierärzte der Kreisverwaltung Ahrweiler haben die Jäger bei Hegeringversammlungen über die Verbreitungswege des Virus, dessen Bekämpfung und Vorsorgemaßnahmen mehrfach informiert. Zudem hat jeder Jagdscheininhaber eine Info-Broschüre zum Thema Schweinepest erhalten.

Auch Waldbesucher können zur Verbreitung der Seuche beitragen, wenn sie Speiseabfälle wegwerfen, in denen Schweinefleischreste enthalten sind. Als Allesfresser nehmen Wildschweine solche Abfälle gerne auf. Daher richtet sich der Appell des Landrats auch an Wanderer und Biker, Speiseabfälle nicht leichfertig im Wald zu hinterlassen.

Der Kreis Ahrweiler hat bereits mehrere Vorsorgemaßnahmen für den Krisenfall der Schweinepest getroffen. Dazu zählen zwei Sammelstellen für Schwarzwildaufbrüche im westlichen Kreisgebiet sowie die Einrichtung einer großen Wildsammel-Kühlzelle beim Forstamt Adenau. Zudem wurde ein Amtstierarzt aus der Ahrweiler Wilhelmstraße nach Bernkastel-Wiittlich abgeordnet. Er soll die dortigen, stark belasteten Mitarbeiter des Krisenzentrums unterstützen und gleichzeitig praktische Erfahrungen in der Seuchenbekämpfung sammeln.



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 10.08.2000

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