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Auch die Kinderschützer brauchen Schützenhilfe

Der Kinderschutzbund ist auf Mitarbeiter und Spender angewiesen

Landrat Dr. Jürgen Pföhler will den Kinderschutzbund im Kreis Ahrweiler unterstützen und macht die breite Öffentlichkeit auf die Arbeit dieses Vereins aufmerksam. Dieser "fachkundige und engagierte Verband" sei angewiesen auf ehrenamtliche Helfer und auch Spendengelder, sagte Landrat Pföhler nach einen Gespräch mit der Vorsitzenden und der Geschäftsführerin des Kreisverbandes Ahrweiler im Deutschen Kinderschutzbund (DKSB), Dr. Eva Maret aus Burgbrohl und Maria Bleiholder-Nobereit aus Hönningen.

Eltern, die Probleme mit der Kindererziehung haben oder sich zu diesem Thema fortbilden oder vergewissern wollen, stellen einen Großteil der Personen dar, die sich beim Kreisverband in Ahrweiler melden. Die Zusammenarbeit zwischen hauptamtlichen Fachkräften und ehrenamtlichen Mitarbeitern, die durch den Kinderschutzbund qualifiziert wurden, kennzeichnet nach den Worten von Bleiholder-Nobereit die Arbeitsstruktur des DKSB, damit Eltern und Kindern geholfen wird.

Wie sieht das Angebot des Kinderschutzbundes aus? Die Anlauf- und Beratungsstelle bietet "unbürokratische und vertrauliche Hilfe" an für Eltern, Lehrer und Erzieher bei Erziehungsproblemen, Unsicherheiten im Umgang mit schwierigen Kindern sowie Problemen mit Trennung oder Scheidung. Gesprächsabende mit Experten sollen Eltern und Pädagogen bei Fragen zu sexuellem Missbrauch, Gewalt oder allgemeinen Erziehungsproblemen unter die Arme greifen. Eine Babysitter-Vermittlung, Selbsthilfegruppen für Alleinerziehende, Elternkurse, eine sozialpädagogische Schülerhilfe sowie Spiel- und Kontaktgruppen für Mütter und Väter mit Kindern bis drei Jahre ergänzen das Angebot.

Die Kooperation mit dem Kreis-Jugendamt bezeichnete die Pädagogin und Fachwirtin für soziale Dienstleistungen Bleiholder-Nobereit als "wichtiges Standbein des Kinderschutzbundes". Landrat Dr. Pföhler sagte zu, dass diese Abteilung der Kreisverwaltung den Kinderschutzbund auch in Zukunft "nach besten Kräften" unterstützt.

Der DKSB-Kreisverband Ahrweiler besteht seit 1994, zählt 90 Mitglieder und will sein Angebot ausbauen. Geschäftsführerin Bleiholder-Nobereit: "Für die ehrenamtliche Mitarbeit suchen wir neben pädagogischen und psychologischen Fachkräften - beispielsweise für die Vorstandsarbeit - auch Frauen und Männer aus völlig anderen Berufsfeldern, die sich für die Interessen von Kindern und Jugendlichen einsetzen wollen."

Und die Vereinsvorsitzende Dr. Eva Maret, von Beruf Zahnärtin, ergänzt: "Nur mit Hilfe von Sach- und Geldspenden und einem wachsenden Stamm an Mitgliedern sind wir in der Lage, die Kinderschutzarbeit ohne Abstriche fortzuführen." Denn Raumkosten für die Beratungsstelle seien ebenso zu bezahlen wie Personalkosten, Infomaterial und Spielzeug, das regelmäßig angeschafft werden müsse. Wichtig: Die Zahl der Mitglieder bestimme den politischen Einfluss der "Lobby für Kinder" - auch landes- und bundesweit.

Info: Deutscher Kinderschutzbund, Kreisverband Ahrweiler, Oberhutstraße 44, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Ruf 02641/79798 oder /359417, Fax /359432. Bankverbindungen: Kreissparkasse Ahrweiler, BLZ 577 513 10, Konto 300 76 14, Voba Rhein-Ahr, BLZ 577 615 91, Konto 54 21 85.

 

Hinweis an die Zeitungen: Zu diesem Artikel erhalten Sie ein Foto. Bildunterzeile:

Informationen ausgetauscht: Landrat Dr. Jürgen Pföhler (v.l.), Maria Bleiholder-Nobereit, Jugendamtsdezernent Klaus Kniel von der Kreisverwaltung und Dr. Eva Maret.




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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 31.08.2000

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