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"Die A 1 jetzt bauen"

Landrat Dr. Pf├Âhler appelliert an den Bund sowie die L├Ąnder Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen

"Der L├╝ckenschlu├č der Eifelautobahn A 1 mu├č nun endlich kommen!" Das ist der Appell, den Landrat Dr. J├╝rgen Pf├Âhler jetzt im Rahmen einer Pressekonferenz der betroffenen Kommunen in Daun an die Adresse von Bundesregierung und Landesregierungen richtete. Nur so sei es m├Âglich, geographisch bedingte strukturelle Nachteile zu beseitigen sowie neue Entwicklungschancen und Perspektiven f├╝r die Eifelregion zu schaffen.

Der Landrat sieht die A 1 als eine der zentralen Autobahnen in Deutschland, die im Europ├Ąischen Fernstra├čennetz als Herzst├╝ck eine durchgehende Verbindung von Skandinavien nach S├╝dspanien schaffe. Sie sichere damit in hohem Ma├če die Mobilit├Ąt von Menschen, G├╝tern und Dienstleistungen. Die bestehende L├╝cke von etwa 30 Kilometern zwischen Blankenheim/NRW und Daun schlie├če die strukturell benachteilige Eifel jedoch von diesem Potential aus.

Pf├Âhler wies darauf hin, der Stra├čenbauhaushalt des Bundesverkehrsministers werde in den kommenden Jahren erheblich aufgestockt. Dadurch w├╝rden sich neue Investitionsspielr├Ąume ergeben. Diese m├╝├čten die L├Ąnder Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen nutzen, denn die Verteilung und der konkrete Einsatz dieses Geldes erfolge in Abstimmung mit den jeweiligen Landesregierungen. Er rechne damit, so Pf├Âhler, dass aus dem Investitionsprogramm des Bundesverkehrsministers dem Land Rheinland-Pfalz allein aus der Zinsersparnis der UMTS-Einnahmen f├╝r das kommende Jahr zwischen 70 und 80 Millionen Mark zus├Ątzlich zur Verf├╝gung st├Ąnden.

Jetzt seien die Landesregierungen gefordert, diese neuen Investitionsmittel f├╝r den Ausbau der A 1 zu nutzen und realistische Perspektiven f├╝r die Gesamtfertigstellung der Autobahn zu entwickeln. Bereits 1993 habe es eine gemeinsame Initiative der Ministerpr├Ąsidenten von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und des Saarlandes gegen├╝ber dem damaligen Bundesverkehrsminister gegeben. Mit dieser Initiative h├Ątten sich alle drei daf├╝r ausgesprochen, die A 1 rasch durchgehend fertigzustellen. Dr. Pf├Âhler: "Eine solche erneute konzertierte Aktion ist jetzt dringend erforderlich, damit sich endlich etwas bewegt!"

Aus der Sicht des Kreises Ahrweiler appellierte der Landrat dar├╝ber hinaus an die rheinland-pf├Ąlzische Landesregierung, in Zusammenarbeit mit NRW mit Hochdruck die notwendige Baureife zu schaffen. Das gelte insbesondere f├╝r das erste Teilst├╝ck NRW - Anschlu├čstelle Adenau, das die Eifel zumindest in Richtung Norden und damit an den Gro├čraum K├Âln/Bonn anbinde. Mit Blick auf die nach wie vor zum Teil nicht abgeschlossenen Planfeststellungsverfahren betonte Pf├Âhler nochmals, wie wichtig die Baureife sei. Es k├Ânne nicht sein, dass Planungen jahrelang auf Eis l├Ągen mit der Begr├╝ndung, die notwendigen Gelder f├╝r den Bau seien nicht vorhanden. Denn als Folge habe man dann kein Baurecht, wenn sich, wie jetzt, neue Investitionsspielr├Ąume ergeben w├╝rden. Andere Bundesl├Ąnder, zum Beispiel Baden-W├╝rttemberg, seien hier erfolgreicher. Sie schafften bei Bundesstra├čen bzw. Bundesfernstra├čen wo immer es gehe Baureife und w├╝rden so den Investitionsdruck auf den Bundesverkehrsminister erh├Âhen.

Als positives Beispiel f├╝r die Entwicklungssch├╝be, die eine Autobahn ausl├Âsen k├Ânne, nannte Landrat Dr. Pf├Âhler die prosperierenden Gewerbegebiete entlang der A 61. Die Autobahn sei vor fast genau 25 Jahren, am 18. Dezember 1975, f├╝r den Verkehr freigegeben worden und habe seitdem zu einem nachhaltigen Aufschwung gef├╝hrt, der sich im ├Âstlichen Teil des Kreises Ahrweiler auch in steigenden Einwohnerzahlen niedergeschlagen habe. Eine ├Ąhnliche Entwicklung erhofft sich der Landrat von der A 1, die ebenfalls f├╝r den N├╝rburgring und den Gewerbepark am Ring eine deutlich bessere Verkehrs- und damit Wirtschaftsanbindung bedeuten w├╝rde. Weiter bringe die A 1 durch eine direktere Verbindung auch f├╝r Pendler eine sp├╝rbare Entlastung.

Die A 1 sei jedoch, hob Landrat Dr. Pf├Âhler abschlie├čend hervor, nicht das einzige Bundesverkehrswegeprojekt mit hoher Priorit├Ąt f├╝r den Landkreis Ahrweiler. Nachdem nunmehr endlich die Ortsumgehung H├Ânningen gebaut werde, m├╝sse die Landesregierung ebenfalls f├╝r die Ortsumgehungen Bad Neuenahr, Bad Bodendorf und Altenahr realistische Perspektiven schaffen. Der Landrat: "Es mu├č jetzt jede Chance ergriffen werden, um den gewaltigen Investitionsstau im Kreis Ahrweiler abzubauen."


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 16.10.2000

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