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Kreis will eine durchgehende Zugverbindung nach Bonn bereits im kommenden Jahr

Landrat Dr. Pföhler wird Kreistag ein konkretes Konzept vorlegen

Am Freitag wird Landrat Dr. Pföhler dem Kreistag ein Finanzierungskonzept fĂŒr eine durchgehende Zugverbindung nach Bonn vorlegen. Sofern der Kreistag das Konzept akzeptiert, ist die Stadt Bonn mit der Entscheidung am Zuge, ob sie ihren Teil zu diesem neuen Angebot im Bahnverkehr beitragen will. Dann könnte die durchgehende Zugverbindung bereits im nĂ€chsten Jahr starten.

Ohne lĂ€stiges Umsteigen und ohne Warten auf den Anschlußzug nach Bonn fahren - welcher Pendler hat davon noch nicht getrĂ€umt. Eine solche direkte Zugverbindung war bislang frĂŒhestens fĂŒr 2003 geplant und lag damit in weiter Ferne. Der Kreis will diese direkte Verbindung jedoch bereits im nĂ€chsten Jahr verwirklichen. Allerdings entstehen dadurch Mehrkosten, die sich, da die Bahnverbindung die Landesgrenze ĂŒberschreitet, die VerkehrstrĂ€ger in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sowie die Stadt Bonn teilen mĂŒssen. Die beteiligten VerkehrstrĂ€ger sind grundsĂ€tzlich dazu bereit, ihre jeweiligen Anteile zu finanzieren. Allerdings steht noch die Entscheidung der Stadt Bonn aus, die fĂŒr sie anfallenden Kosten zu ĂŒbernehmen. Ziel des Landrates ist es, zu verhindern, dass das lang ersehnte Projekt letztlich an der Kostenfrage scheitert. Als ein konstruktives Angebot an die Stadt Bonn will er deshalb dem Kreistag vorschlagen, sich als Kreis Ahrweiler an den Kosten fĂŒr die Zugverbindung von der Landesgrenze Nordrhein-Westfalen bis nach Bonn zu beteiligen.

Bereits in seinem Wahlprogramm hatte Landrat Dr. Pföhler eine direkte Zugverbindung nach Bonn als eines seiner wichtigsten Ziele genannt. So fahren von den vielen Pendlern aus dem Kreis Ahrweiler die mit Abstand meisten in die Stadt Bonn. Umgekehrt sind jedoch auch viele Bonner hĂ€ufig Gast an und in den attraktiven Freizeiteinrichtungen im Ahrtal, die aus Bonner Sicht quasi "vor der HaustĂŒr liegen". "Eine durchgehende Zugverbindung ohne Umsteigen ist also durchaus ein gemeinsames Anliegen," so Dr. Pföhler, der in dieser Sache intensive GesprĂ€che mit den Beteiligten gefĂŒhrt hat. Weiter hebt er hervor: "Die Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler lebt seit dem Bonn/Berlin-Beschluß in hohem Maße von partnerschaftlicher SolidaritĂ€t. Deshalb sollten wir hier der Stadt Bonn fĂŒr einen Übergangszeitraum bei der Anschubfinanzierung entgegenkommen."

Die durchgehende Zugverbindung wertet das bisherige Angebot - ZĂŒge zwischen Remagen und AhrbrĂŒck stĂŒndlich und zwischen Remagen und Dernau halbstĂŒndlich - weiter auf und macht das Fahren mit der Bahn fĂŒr zusĂ€tzliche FahrgĂ€ste attraktiv. Die enge Verbindung, die durch den Übergangstarif seit dem 01.06.1993 vorhanden ist sowie das Job- und Semesterticket werden durch den zum Juni 2001 geplanten ersten Schritt ebenfalls zum Nutzen der FahrgĂ€ste optimiert. Zudem stellen die neuen Talent-Triebwagen, die ab November auf der Ahrtalbahn eingesetzt werden, ein weiteres Plus dar.

Mit dem Blick in die Zukunft, nĂ€mlich der Inbetriebnahme der Neubaustrecke Köln - Rhein/Main und der EinfĂŒhrung eines neuen Fahrplanes zum Ende des Jahres 2002, ist es das Bestreben der Partner, das Angebot der Bahn noch weiter auszuweiten, und es noch attraktiver zu gestalten. So werden ab Juni 2001 von Montag bis Freitag nach dem auch finanziell tragbaren Verkehrskonzept zusĂ€tzlich jeweils zwei Zugpaare in den morgendlichen, mittĂ€glichen und abendlichen Spitzenstunden mit direkter Verbindung von Bonn bis AhrbrĂŒck und umgekehrt fahren. Die Fahrverbindungen, die zusĂ€tzlich an den Wochenenden und Feiertagen angeboten werden, liegen in ZeitabstĂ€nden, die fĂŒr den Einkaufsverkehr und den Ausflugsverkehr gĂŒnstig sind.

"Die durchgehende Zugverbindung bringt, wenn sie im Juni 2001 umgesetzt wird, drei entscheidende Vorteile fĂŒr die Region und den Bahnverkehr an Rhein und Ahr: kĂŒrzere Reisezeiten, modernere attraktive Fahrzeuge und ein Ende des lĂ€stigen Umsteigens in Remagen", unterstreicht Dr. Pföhler und hĂ€lt abschließend fest: "Mit unserem Engagement sind wir auf einem richtigen Weg, da es integrierte Verkehrslösungen fĂŒr die Zukunft anbietet."


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 17.10.2000

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