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Landrat besucht die "Lokomotive 2000"

"Der Katastrophenschutz ist in unserer technisierten Welt zu einem unverzichtbaren Element geworden"

Auf dem ehemaligen Gelände des Güterbahnhofes Remagen fand eine Katastrophenschutzübung des Landkreises Ahrweiler statt. Fast 230 Kräfte der Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes und des Technischen Hilfswerkes probten bei dieser Übung das Zusammenwirken im Einsatz. Landrat Dr. Jürgen Pföhler lobte den Einsatz und bedankte sich für das Engagement aller Helferinnen und Helfer der Hilfsdienste sowie der Vertreter der Deutschen Bahn AG. Pföhler erklärte weiter, dass "wir bei so schwierigen und belastenden Einsätzen möglichst viele praxisnah ausgebildete und hoch motivierte Einsatzkräfte brauchen. Die heutige Übung hat gezeigt, dass wir solche Idealisten bei den Rettungskräften, bei Polizei und Bundesgrenzschutz haben, die Menschen in ihren Notsituationen helfen."

Der Schwerpunkt der Übung sollte vor allem in der Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG bei Eisenbahnunfällen liegen. Etwa 40 Fahrzeuge waren dabei rund 2 ½ Stunden im Einsatz.

Der Übung schloß sich im Feuerwehrhaus Remagen ein Mittagsimbiß an. Die geplante Übungsbesprechung erfolgt zu einem späteren Termin. Beobachter und Schiedsrichter bestätigten, dass sie mit der Übung zufrieden waren. Das Zusammenwirken der einzelnen Fachdienste, wie Brandschutz, Sanitätsdienst, Chemieschutz und Technische Hilfe, klappte hervorragend. Die Übungen gingen von folgender Lage aus:

"Am 28. Oktober 2000 gerät gegen 9.00 Uhr ein mit ca. 25 Schulkindern besetzter Omnibus beim Rangieren auf dem Parkplatz im Bereich des ehemaligen Güterbahnhofes in Remagen auf die Bahngleise und wird von einem in Richtung Bonn fahrenden Personenzug erfaßt. Durch die Wucht des Aufpralls entgleisen mehrere Wagen des Personenzuges und beschädigen dadurch einen mit Gefahrgut beladenen Güterwaggon. Der Güterzug bewegte sich zur gleichen Zeit bei einer Rangierfahrt vor einer Weiche in unmittelbarer Nähe bzw. auf gleicher Höhe des Personenzuges.

Der Bus wird in der Breitseite erfaßt, viele Insassen sind verletzt. Hilferufe kommen auch aus einem Waggon des Personenzuges. Ein dem Bus nachfolgender PKW prallt auf den Heckbereich des Busses. Insassen des PKW´s sind eingeklemmt und z.T. schwer verletzt.

Das Stückgut auf dem getroffenen Güterwaggon ist teilweise beschädigt. Aus mehreren Behältern tropft und läuft Flüssigkeit. Durch den Zusammenstoß ist auch die Oberleitung beschädigt."

Bereits um 9.00 Uhr meldete sich der Fahrdienstleiter vom Bahnhof Remagen und informierte über Telefon die Polizei. Diese alarmierte die Freiwillige Feuerwehr Remagen und das DRK. Nachdem die Hilfskräfte eingetroffen waren und das Ausmaß des Unglücks erkannt war, wurden weitere Einheiten der Feuerwehr, des DRK und des THW alarmiert. Die Einsatzleitung hatte aufgrund der überörtlichen Schadenslage der Kreis übernommen. Einsatzleiter war der stellvertretende Kreisfeuerwehrinspekteur Udo Schumacher. Kreisfeuerwehrinspekteur Rudi Mönch war in der Übungsleitung mit eingebunden.

In erster Linie galt es, die zum Teil Schwerverletzten aus dem Omnibus zu bergen und zu versorgen. Für die Erstversorgung waren der Leitende Notarzt und ein Organisatorischer Leiter verantwortlich. Die Kräfte der Schnelleinsatzgruppen des DRK waren voll in ihre Arbeit eingebunden. Für die Verletzten wurde ein Behandlungsplatz eingerichtet, von dem aus sie in die umliegenden Krankenhäuser abtransportiert wurden.

Der Gefahrstoffzug des Landkreises konnte ein Leck am Stückgut auf dem Güterwaggon abdichten. Mit schwerem Atemschutz und Chemieschutzanzügen ging dieser hierbei sorgsam vor. Die ausgetretenen Stoffe waren schließlich doch nicht so gefährlich wie ursprünglich angenommen. Eine Evakuierung der umliegenden Anwohner war deshalb nicht erforderlich.

Zur weiteren Info Namen von Funktionsträgern und Führungskräften:

Leiter des KatS-Stabes und der Führungsgruppe

Leitender Kreisverwaltungsdirektor Rolf Daniel

Kreisfeuerwehrinspekteur Rudi Mönch

stellv. Kreisfeuerwehrinspekteur Udo Schumacher

Wehrleiter der Stadt Remagen Eduard Krahe

Zugführer des Gefahrstoffzuges des Landkreises Ahrweiler: Franz-Josef Platz

Leitender Notarzt (LNA) Dr. Frank-Peter Kaesler

Organisatorischer Leiter Armin Link

DRK-Kreisbereitschaftsführer Jürgen Peckart

Leiter des Rettungsdienstes Lothar Backes

Rot-Kreuz Beauftragter Heinz Ziemei

Ortsbeauftragter des THW-Ortsverbandes Sinzig Frank Schulze

Zugführer des Technischen Zuges des THW-Ortsverbandes Sinzig Oliver Gansen

 

(bereits am 28. Oktober 2000 erschienen)


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 03.11.2000

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