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Im Zickzack über die ehemalige Zonengrenze

Rita Kupfer stellt "Gedichtbilder" in der Kreisverwaltung aus

Eine Ausstellung der besonderen Art ist derzeit im Foyer der Kreisverwaltung Ahrweiler zu sehen. Die Künstlerin Rita Kupfer aus Remagen präsentiert eine Auswahl ihrer Gedichte, die in Plakatgröße zusammengestellt und gewissermaßen als begehbares Buch gestaltet sind.

"Kritisch und kreativ" setze sich die Künstlerin mit einem deutsch-deutschen Thema auseinander, betonte Kreisbeigeordnete Ingrid Näkel-Surges, die die Ausstellung stellvertretend für Landrat Dr. Jürgen Pföhler eröffnete. "Grenzen - Gedichtbilder" wird bis Ende November in Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten des AW-Kreises, Evelyn Dirks, im Kreishaus-Foyer gezeigt.

Rita Kupfer stammt aus dem Landkreis Coburg im nördlichen Oberfranken. Ihr Heimatort Welsberg war nur wenige Kilometer von der ehemaligen Zonengrenze entfernt. Grenzöffnung und deutsche Einheit beschreibt sie als "einschneidende Erlebnisse, die uns alle bewegt haben." Die Problematik des Zusammenlebens der Deutschen in Ost und West sei "bis heute ein Thema".

Als Dichterin verspürte Rita Kupfer "das Bedürfnis, mit meinen Mitteln dazu beizutragen, Denkanstöße für das Miteinander der Menschen zu geben." So entstand die Idee, einige Gedichte öffentlich zu präsentieren. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung trug sie ihre Texte vor. Die musikalische Begleitung übernahm Pen Cayetano an der Trommel.

Die Ausstellung stieß an ihren bisherigen Standorten auf positive Resonanz. Letzte Station war das Grenzmuseum Mödlareuth, einem bayrisch-thüringischen Kleindorf, das als "Little Berlin" bekannt wurde. Dort steht noch heute ein Stück der ehemaligen Grenzanlage, die mitten durchs Dorf verlief.

(Ausstellungseröffnung: 09.11., 19 Uhr)



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 09.11.2000

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