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Kreis-Gesundheitsamt hat rund 1.600 Vorschul-Kinder untersucht

90 Prozent der FĂŒnf- und SechsjĂ€hrigen schulreif - Impfrate lĂ€sst sich steigern - AufklĂ€rung der Eltern weiter erhöhen

Die Kreisverwaltung Ahrweiler hat wie in jedem Jahr alle fĂŒnf- und sechsjĂ€hrigen schulpflichtigen Kinder untersucht, um deren Schuleignung fĂŒr das Jahr 2000 zu testen. Das Gesamtergebnis ist erfreulich: Mehr als 90 Prozent der Kinder sind schulreif.

Insgesamt hat das Kreis-Gesundheitsamt 1.567 Kinder untersucht, davon 733 MĂ€dchen und 834 Jungen. 1.431 Kinder ( 91,3 Prozent) gelten als schulreif - bei 136 (8,7 Prozent) wurde eine ZurĂŒckstellung empfohlen. Der breit angelegte Gesundheits-Check brachte zahlreiche Einzelerkenntnisse an den Tag. Die Kreisverwaltung fasst die Fakten der diesjĂ€hrigen Tests zusammen.

Die Ärzte des Kreis-Gesundheitsamtes prĂŒften die Vorsorgeuntersuchungen anhand des Impfpasses, stellten Erhebung der Krankenvorgeschichte an und nahmen bei allen Kindern körperliche Untersuchungen, Seh- und Hörtest vor. Außerdem wurden Sprache, Verhalten und BewegungsfĂ€higkeit begutachtet.

Einige Details: Die Vorsorgeuntersuchungen (U1 bis U9) bei den KinderĂ€rzten gelten nach Aussage des Leiters des Kreis-Gesundheitsamts, Dr. Roland Köhler, als "durchweg zufrieden stellend". Bei 86 Prozent der Kinder wurde die U1 nachgewiesen, bei 73 Prozent die U9. Um die Quote der Vorsorgeuntersuchung bei den KinderĂ€rzten weiter zu erhöhen, mĂŒsse eine noch intensivere AufklĂ€rung der Eltern betrieben werden, fordert der Amtsarzt.

Auch die Rate der öffentlich empfohlenen Impfungen lÀsst sich nach Meinung Dr. Köhlers noch steigern. Am höchsten lagen die Werte bei Tetanus, Diphtherie und Polio (zwischen 83 und 85 Prozent). Bei Masern, Mumps, Röteln, Keuchhusten und Hib (Haemophilus influenzae, Typ b), lag die Impfrate bei 75 bis 80 Prozent. Die erst vor wenigen Jahren in die allgemeine Impfempfehlung aufgenommene Hepatitis B-Impfung wurde bei 35 Prozent der Kinder vollstÀndig vorgenommen. Diese Raten bezeichnete Amtsarzt Dr. Köhler als "noch zu gering, um einen effektiven Kollektivschutz zu erreichen."

Bei den Infektionskrankheiten hatten 68 Prozent der MĂ€dchen und Jungen die Windpocken durchgemacht, 25 % Scharlach, 7 % Masern sowie je 5 % Röteln und Keuchhusten. Allergien waren bei 12 % der Kinder bekannt. Mit Blick auf GrĂ¶ĂŸe und Gewicht ergab sich ein erfreuliches Bild: Nur bei 41 Kindern (2,6 %) zeigte sich ein Übergewicht.

Ebenfalls ein gutes Ergebnis erzielte der Zahnstatus. Nur bei sieben Kindern (0,5 %) wurden behandlungsbedĂŒrftige Zahn- oder Kieferfehlstellungen entdeckt. Die Rate der festgestellten Karieserkrankungen lag bei 6 %. Erkrankungen der inneren Organe, des Herz-Kreislauf-Systems und des Skelettsystems zeigten sich nur in wenigen EinzelfĂ€llen.

Auch die Sehtests ergaben nur vereinzelte MÀngel: SehschwÀchen wurden bei 75 Kindern festgestellt (4,8 %), zusÀtzlich Farbsehstörungen bei 3 % sowie EinschrÀnkungen des rÀumlichen Sehvermögens bei 1,8 %. Knapp sieben Prozent der Kinder hatten Hörstörungen. SprachauffÀlligkeiten wie Stottern, Lispeln oder Stammeln ergaben sich bei 139 Kindern (8,8 %). Bei stÀrkerer AusprÀgung wurde ein logopÀdischer Unterricht empfohlen.

VerhaltensauffĂ€lligkeiten zeigten sich ebenfalls nur vereinzelt, und zwar in Bezug auf Aufmerksamkeitsdefizite (1,1 %), motorische Unruhe (1,5 %) oder starke Gehemmtheit (1,3 %). Die Statistik soll in den kommenden Jahren fortgefĂŒhrt werden. Amtsarzt Dr. Roland Köhler hofft darauf, dass sich dann weitere Erfolge der AufklĂ€rung und PrĂ€ventivmedizin zeigen.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 24.11.2000

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