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Obsthof presst Saft für festen Preis

Vertrag unterzeichnet: Grafschafter Betrieb erhält 10.000 Mark vom Kreis

Der Obsthof Sonntag in Grafschaft-Gelsdorf hat 10.000 Mark aus dem Sonderfördertopf des Kreises Ahrweiler für ökologische und umweltschonende Landwirtschaft erhalten. Landrat Dr. Jürgen Pföhler hat den Vertrag jetzt unterschrieben.

Darin verpflichtet sich Konstantin Sonntag, dass sein Hof Obst aus dem Kreis Ahrweiler zu Saft verarbeitet, das auf Streuobstwiesen erzeugt wurde oder aus ökologischem Anbau stammt. Die Erzeuger dieses Obstes können auch kleinere Mengen Obst in Gelsdorf pressen lassen. Die Vereinbarung zwischen dem Kreis und dem Grafschafter Hof läuft zehn Jahre.

"Mit dieser Idee wollen wir den traditionellen Obstbau auf Streuobstwiesen fördern", erläuterte Dr. Pföhler den Grundgedanken des Vertrags. Zudem gelte es, die Marktchancen des ökologischen Obstanbaus durch eine produktionsnahe Verarbeitung zu sichern. Konkret: Wer eine Streuobstwiese besitzt oder die Früchte ökologisch anbaut, soll nach dem Wunsch des Kreises Ahrweiler eine Saftpresserei vorfinden, die das Obst auch verarbeitet. Das Entgelt, das der Obsthof Sonntag für das Pressen erhebt, darf nicht über dem vergleichbarer Mostbetriebe liegen. Dazu hat sich der Grafschafter Betrieb vertraglich verpflichtet.

Die Sonderförderung von 10.000 Mark steht im Rahmen des Förderprogramms umweltschonende Landbewirtschaftung (FUL). Ein Teil dieses Programms dient dem Erhalt, der Pflege und der Neuanlage von Streuobstwiesen auf Grünland. Seit dem Start des FUL-Programms 1995 wurden allein für Streuobstwiesen im AW-Kreis 46 Verträge abgeschlossen.



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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 30.11.2000

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