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Energiespar-Erfolg des Sinziger Rhein-Gymnasiums soll Schule machen

Landrat Dr. Pföhler überreichte ersten Energiebericht und 2.350 Mark - Verbrauch um zehn Prozent gedrosselt - Klaus Karpstein koordiniert Aktionen

Das Rhein-Gymnasium Sinzig übernimmt eine Vorbildfunktion bei der Energieeinsparung an Schulen in Trägerschaft des Kreises Ahrweiler. Das geht aus dem ersten Energiesparbericht hervor, den Landrat Dr. Jürgen Pföhler jetzt an den Sinziger Schulleiter, Oberstudiendirektor Dieter Lehmann, übergab.

Außerdem hatte Pföhler einen Scheck über 2.350 Mark mitgebracht. Das Geld ist für das Rhein-Gymnasium bestimmt und belohnt Schüler und Lehrer für deren Energiespar-Bemühungen. Errechnet wurde der Betrag aus dem so genannten "30-40-30-Modell". Dieses Modell beteiligt die Schulen an den eingesparten Kosten für Heizung, Wasser, Abwasser und Strom: 30 Prozent erhält die Schule zur freien Verfügung, 40 Prozent werden auf Vorschlag der Schule für weitere energiesparende Maßnahmen eingesetzt, 30 Prozent entlasten den Kreishaushalt. Insgesamt wurden seit 1996 rund 7.800 Mark an Energiekosten ausschließlich durch das Verhalten der Nutzer am Rhein-Gymnasium eingespart.

"Das Energiesparen lohnt sich für alle", machte sich Landrat Pföhler dafür stark, dass weitere Schulen dem Sinziger Beispiel folgen. "Wir müssen weiter alles daran setzen, Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen", fuhr Pföhler fort. In einem Leitfaden hatte die Kreisverwaltung den elf kreiseigenen Schulen zahlreiche Tips und Ansatzpunkte an die Hand gegeben. Zudem werden die Schulen technisch und organisatorisch aus dem Kreishaus unterstützt, etwa durch die monatliche Aufzeichnung des Energieverbrauchs oder die Darstellung, wo die Einsparpotentiale liegen.

Hintergrund des Sinziger Erfolgs: Bereits 1998 schloss der Kreis auf Initiative des Rhein-Gymnasiums eine Vereinbarung mit dieser Schule, um den dortigen Energieverbrauch zu drosseln. Dieser Energiesparkontrakt wiederum ist das Resultat eines Umweltwettbewerbs. Der Sinziger Beitrag diente als Muster für weitere Verträge mit insgesamt vier kreiseigenen Schulen.

Mit der jetzigen Übergabe des Energieberichts schließt der erste Vertragszeitraum. EinigeZahlen: Seit 1996 ließen sich bei der Heizenergie - dem größten Energieposten - insgesamt rund 170.000 Kilowattstunden einsparen. Das Einsparpotential entspricht rund zehn Prozent des Gesamtverbrauchs. Dabei senkte die Sinziger Schule ihre CO 2 -Emissionen um rund 30 Tonnen pro Jahr.

Ein ausdrückliches Lob sprach Landrat Pföhler den Verantwortlichen am Rhein-Gymnasium aus, "die ihr Energie- und Umweltbewusstsein nicht erst seit Abschluss des Vertrags mit dem Kreis an den Tag legen". Umweltgerechtes Handeln sei "fester Bestandteil des pädagogischen Alltags". Namentlich nannte Pföhler den Leiter des "Arbeitskreises Energie", Klaus Karpstein. Dieser Lehrer koordiniert die Energiesparmaßnahmen in Sinzig.

Die Schülerinnen und Schüler hatten nach den Worten Dr. Pföhlers "maßgeblichen Anteil am Erfolg". In allen Klassen wurden Energieteams gebildet, die sich mit den Fragen des täglichen Energiesparens befassen. Pföhler kündigte an, in Zukunft wolle der Kreis Ahrweiler ein verstärktes Augenmerk auf dieses Thema legen. Der Aufbau des Energiecontrollings für alle kreiseigenen Gebäude laufe.


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 22.12.2000

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