BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

Betriebe können ab sofort wieder Anträge stellen

Zinszuschussprogramm "AW West" läuft weiter &-150; Landrat Dr. Pföhler: "Paradebeispiel ortsnaher Strukturpolitik" &-150; Mindestens einen Dauerarbeitsplatz schaffen

"Maßgeschneidert für die Betriebe vor allem in den ländlichen Teilen des Kreisgebietes" ist nach den Worten von Landrat Dr. Jürgen Pföhler das Förderprogramm Kreis Ahrweiler West, das jetzt verlängert wurde. Anträge können ab sofort wieder bei den Hausbanken gestellt werden, von wo aus sie an die Kreisverwaltung weitergeleitet werden.

Landrat Pföhler attestiert dem seit 1996 laufenden Zinszuschussprogramm eine "außergewöhnliche Erfolgsbilanz". Mehr als 130 Dauerarbeitsplätze seien neu entstanden, rund 70 Förderanträge bearbeitet worden. Dahinter stecke ein Investitionsvolumen von mehr als 70 Millionen Mark. Pföhler: "Das sind Fakten, die den relativ strukturschwachen Westteil unseres Kreises nachhaltig stärken."

Das Programm greife gerade dort, "wo wohnortnahe Arbeitsplätze schon fast eine Ausnahme darstellen." Dr. Pföhler spricht von einem "Paradebeispiel gelungener und vor allem ortsnaher Strukturpolitik. Denn hier fließen Fördergelder direkt und ohne Reibungsverluste an den Investor, der die Arbeitsplätze schafft."

Das Förderpaket gilt für Betriebe in der Verbandsgemeinde Adenau und innerhalb der VG Altenahr in den Ortsgemeinden Ahrbrück, Hönningen, Kirchsahr und Lind. Dieses Gebiet wird vom Sonderprogramm des Bundes im Rahmen des Berlin-Bonn-Ausgleichs nicht erfasst. Landrat Pföhler hatte jüngst im Kreistag für eine Verlängerung des seit 1996 laufenden AW-West-Paketes plädiert.

Antragsberechtigt sind Gewerbebetriebe mit Sitz oder Investitionsvorhaben im Fördergebiet. Die Betriebe müssen mindestens einen Dauerarbeitsplatz schaffen. Bei Existenzgründungen zählt der eigene Arbeitsplatz mit. Bei bestimmten Wirtschaftszweigen müssen mindestens zwei Arbeitsplätze entstehen.

Gefördert wurden bislang vor allem zahlreiche kleine oder mittelgroße Betriebe. Aber auch Großinvestitionen wie die Erweiterung des Fahrsicherheitszentrums oder der Neubau der Erlebniswelt am Nürburgring werden bezuschusst. Existenzgründer sollen nach Ansicht des Landrats ebenfalls vom AW-West-Programm profitieren. "Diese Menschen nehmen oft ein erhebliches finanzielles Risiko auf sich, um ihre Ideen und Ziele zu verwirklichen und damit Arbeitsplätze zu schaffen."

"AW-West" unterstützt Investitionen in die Betriebsstätte, beispielsweise für Baumaßnahmen, Anschaffungen, das Waren- und Materiallager, für die Markterschließung, Mitarbeiterschulungen oder die Forschung und Entwicklung. Der Kreis zahlt Zinszuschüsse bis zu vier Prozent für längstens zehn Jahre, wobei dem Zuschußnehmer eine Mindestzinsbelastung von 3,5 Prozent verbleiben muss.

Das zugrunde liegende Darlehen der Hausbank muß mindestens 15.000 Mark betragen. Gefördert wird bis zu einem Darlehenshöchstbetrag von 150.000 Mark. Unternehmer stellen die Anträge über die Hausbank an die Kreisverwaltung. Nach der Bewilligung werden die Zuschüsse nachträglich jedes Halbjahr ausgezahlt.

Noch Fragen? Die Wirtschaftsförderer in der Kreisverwaltung helfen gerne weiter: Ruf 02641/975-344, Internet www.kreis.aw-online.de (Wirtschafts-Info), E-Mail: www.wirtschaftsfoerderung@kreis-ahrweiler.de.



Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 04.01.2001

<< zurück