BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

Solidarität und Zivilcourage als Eckpfeiler der Sozialgemeinschaft

Landrat Dr. Pföhler plädiert für eine "Neubelebung der geistigen und moralischen Werte" &-150; Jugendliche fit machen für die Internet-Welt

Solidarität und Mitgefühl mit den Schwachen in unserer Gesellschaft, eine noch stärkere Anerkennung des Ehrenamtes und eine weitere Aufbruchstimmung bei der wirtschaftlichen Entwicklung stellen drei Kernanliegen dar, die Landrat Dr. Jürgen Pföhler für das neue Jahr formuliert und zu dem er allen Mitbürgerinnen und -bürgern des Kreises Ahrweiler alles Gute wünscht.

"Wir haben im Kreis Ahrweiler vieles auf den Weg gebracht", blickt der Landrat auf das ausgehende Jahr zurück. Zugleich fordert er alle Verantwortlichen in Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Bildung auf, "jetzt nicht stehen zu bleiben". Dr. Pföhler: "Die Welt dreht sich immer schneller, und wir müssen mithalten." Die Globalisierung der Wirtschaft und der "rasante technische Fortschritt" seien die größten Herausforderung der Zukunft.

Daher müssen nach Ansicht Pföhlers "unsere Kinder und Jugendlichen jetzt auf diese Welt von Morgen vorbereitet werden", an der kein Weg am Internet vorbeiführe. Aus diesem Grund habe er die Ausstattung der kreiseigenen Schulen mit moderner Kommunikationstechnik als einen Schwerpunkt seiner Politik festgelegt.

Sorge bereitet Dr. Pföhler "die hohe Zahl an zerrütteten oder wegbrechenden Familien". Damit im Zusammenhang stehe auch die zunehmende Unterbringung von Jugendlichen in Heimen. "Diese Entwicklung muss uns nachdenklich stimmen. Hinter jeder einzelnen Heimunterbringung stehen bedrückende menschliche Schicksale." Landrat Dr. Pföhler hat dem Kreistag des Kreises Ahrweiler ein neues Projekt vorgeschlagen, das sich in den USA und den Niederlanden bewährt habe. Dabei handele sich um schnelle und intensive Hilfen für Familien, die sich in schweren Krisen befinden.

Unabhängig von allen staatlichen Hilfen plädiert Pföhler für eine "Neubelebung der geistigen und moralischen Werte in weiten Teilen der Gesellschaft". Hier müsse "jeder Einzelne vor seiner eigenen Tür kehren". Solidarität, Mitgefühl für Schwache, Menschlichkeit und Eigenverantwortung &150; um diese Werte zu leben und zu beleben, seien alle zu verstärktem Engagement gefordert: Familien, Schulen, Kirchen, Betriebe und letztlich die Gesellschaft als Ganzes. Das soziale Auffangnetz des Staates könne hierfür bei weitem keinen Ersatz bieten.

Als "standfesten Eckpfeiler, dessen Wert für die Gemeinschaft gar nicht genug gewürdigt werden kann", bezeichnet Dr. Pföhler das Ehrenamt. Der Landrat: "In unserer schnelllebigen Zeit breche ich eine Lanze für die Menschen, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich für andere Bürger einsetzen, sei es in Hilfsorganisationen, Feuerwehren oder den zahlreichen Vereinen.

Erfreut zeigt sich Pföhler über einen deutlich spürbaren "Ruck gegen Rechts". Konkret zu erkennen sei dieser "breite Konsens gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt" an der hohen Zahl an Unterschriften zum Mainzer Appell, der im Foyer der Kreisverwaltung ausliege und zugleich auf der Internet-Startseite der Kreisbehörde postiert sei www.kreis.aw-online.de). Pföhler: "Wir müssen Flagge zeigen gegenüber denen, die Menschen- und Grundrechte anderer missachten. Wir brauchen Zivilcourage, um gegen jede Form von Rechsextremismus, Gewalt, Diskriminierung und Intoleranz einzutreten." Dies sei "ein besonders wichtiger Teil einer funktionierenden Sozial- und Wertegemeinschaft".

Wirtschaftspolitische Kernpunkte des Jahres 2001 stellen für Landrat Pföhler das neue Förderprogramm des Kreises Ahrweiler für den Fremdenverkehr und die Verlängerung des Zinszuschussprogramms AW-West dar. Von diesen insgesamt 5,5 Millionen Mark schweren Paketen erwartet Dr. Pföhler eine "dauerhafte und nachhaltige Stärkung vor allem des ländlichen Raums." Pföhler weiter: "Wir müssen die Aufbruchstimmung im Kreis Ahrweiler nutzen und alles daran setzen, unsere kleinen und mittleren Betriebe zu stärken. Denn sie bilden das Rückgrat unserer Wirtschaft." .

Deshalb setzt sich der Ahrweiler Landrat für eine kreisweite Wirtschaftsförderungsgesellschaft ein, die im neuen Jahr gemeinsam mit den Kommunen entscheidend auf den Weg gebracht werden müsse. "Denn in dem Maße, in dem wir gemeinsam an einem Strang ziehen, werden wir auch in Zukunft im härter werdenden Wettbewerb der Regionen erfolgreich sein."

(Bereits am 28.12.2000 erschienen)



Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 04.01.2001

<< zurück