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Noch Fördermittel für Forschung und Entwicklung vorhanden

Landrat Pföhler: "Tragende Säule für unsere Wirtschaft" - Zinsverbilligte Darlehen für zurzeit 2,5 Prozent

Innovative Betriebe im Kreis Ahrweiler, die einen hohen Aufwand für die Forschung und Entwicklung ihrer Produkte betreiben, sollten ein Sonderförderprogramm des Bundes für die Region Bonn/Rhein-Sieg/Ahrweiler nutzen, in dem noch Mittel bereitstehen. Das empfiehlt Landrat Dr. Jürgen Pföhler den Unternehmen.

Die exakte Bezeichnung des Fördertopfes: Sonderprogramm zur Förderung von Arbeitsplatz schaffenden Investitionen forschungs- und entwicklungsintensiver Betriebe im Rahmen der Ausgleichsvereinbarung für die Region Bonn. 1996 wurde es im Rahmen des Ausgleichs für die Region wegen des Regierungsumzugs nach Berlin aufgelegt. Das Programm läuft über die Deutsche Ausgleichbank (DtA) in Bonn.

Das Zwischenfazit bis Ende 2000: Im AW-Kreis wurden 32 Bewilligungen ausgesprochen, hinter denen sich ein Investitionsvolumen von 14 Millionen Mark verbirgt. Nach den Worten von Dr. Pföhler stellt das DtA-Programm daher "eine tragende Säule in der Förderlandschaft für unsere Wirtschaft" dar.

Forschungs- und entwicklungsintensive Betriebe, kurz FuE-Betriebe, können zinsgünstige Darlehen erhalten. Antragsberechtigt sind kleine und mittlere FuE-Unternehmen mit bis zu 250 Arbeitsplätzen. Die bestehende oder künftige Betriebsstätte muss im Fördergebiet liegen.

Betriebe gelten als besonders förderwürdig, wenn sie den Strukturwandel der Region mit innovativen Produkten und Verfahren unterstützen, die FuE-Aufwendungen mehr als 3,5 Prozent des Umsatzes betragen oder Güter der höherwertigen Technik hergestellt werden. Dabei kann es sich unter anderem um Unternehmen handeln, die Geräte der Nachrichtentechnik, medizinische Apparaturen, optische Instrumente, Metallbearbeitungsmaschinen, Büromaschinen, Farben oder Lacke produzieren.

Fördergebiete im Kreis Ahrweiler sind die Städte Bad Neuenahr-Ahrweiler, Remagen und Sinzig, die Gemeinde Grafschaft, die Verbandsgemeinden (VG) Bad Breisig, Brohltal sowie die Ortsgemeinden der VG Altenahr, die unmittelbar an die Gemeinde Grafschaft oder den Rhein-Sieg-Kreis grenzen. Wichtig: Für Gemeinden, die das DtA-Programm des Bundes nicht erfasst, gilt das eigene Förderprogramm des Kreises Ahrweiler, "AW-West".

Das DtA-Programm hilft bei Investitionen beispielsweise für Waren- und Materialläger, die Markterschließung, Mitarbeiterschulung oder bei den Kosten für Patente und Lizenzen. Zu haben sind zinsverbilligte Darlehen über zehn Jahre bei zwei tilgungsfreien Jahren. Der Zinssatz wird aktuell bei der Bewilligung festgelegt und beträgt zurzeit 2,5 Prozent.

Mit den Investitionen muss die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze in der Region verbunden sein. Bei bereits ansässigen Betrieben müssen gegenüber dem Investitionsbeginn mindestens 15 Prozent oder fünf neue Dauerarbeitsplätze entstehen. Die Anträge laufen über die Hausbank an die Deutsche Ausgleichsbank.

Noch Fragen? Die Wirtschaftsförderer der Kreisverwaltung helfen gerne weiter: Ruf 02641/975-344, Internet  HYPERLINK http://www.kreis.aw-online.de www.kreis.aw-online.de (Wirtschafts-Info), E-Mail  HYPERLINK mailto:www.wirtschaftsfoerderung@kreis-ahrweiler.de www.wirtschaftsfoerderung@kreis-ahrweiler.de.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 11.01.2001

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