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"Jetzt alle Register für die Region ziehen"

Mat-Amt: Landrat Dr. Pföhler sieht Kurt Beck gefordert - Neue Gespräche und Schreiben - "In entscheidender Phase Einfluss kompromisslos geltend machen"

Landrat Dr. Jürgen Pföhler sieht den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck "jetzt gefordert, sich mit aller Macht für die Sicherung des Bundeswehrstandortes Bad Neuenahr-Ahrweiler einzusetzen". Noch vor wenigen Tagen hat sich Pföhler an die politischen Spitzen in Mainz gewandt und bei der Bundeswehr-Strukturreform um Unterstützung für den Kreis Ahrweiler gebeten.

Bereits in der vergangenen Woche hat Pföhler an Ministerpräsident Beck geschrieben und eine persönliche Unterredung mit ihm geführt. Dabei habe er den Ministerpräsidenten aufgefordert, "jetzt alle Register für die Region zu ziehen". Weitere aktuelle Gespräche führte der Ahrweiler Landrat mit der Mainzer Staatskanzlei und den Bundestagsabgeordneten der Region.

Konkret geht Pföhler auf die anstehenden Gespräche Becks mit dessen Amtskollegen in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern ein, bei denen mit Blick auf die Neuordnung der Bundeswehrstandorte ein positives Ergebnis für das nördliche Rheinland-Pfalz erzielt werden müsse. Dabei müsse Ministerpräsident Beck auch sein Gewicht als amtierender Bundesratspräsident in die Waagschale werfen, um den Bundeswehrstandort Bad Neuenahr-Ahrweiler umfassend zu erhalten, fordert Landrat Pföhler.

Pföhler hat Ministerpräsident Beck seine "große Sorge um den Ausgang der bevorstehenden Standortentscheidungen" geschildert und dem Landes-Chef für dessen Besuch bei der Bundeswehr in Bad Neuenahr gedankt. Pföhler erinnert Beck jetzt an die dort getroffene gemeinsame Feststellung: Das gebotene Ziel sei "aus sachlichen, fachlichen, sozialen, regionalen und übergeordneten politischen Gründen der Verbleib des neu ausgestalteten Materialamtes des Heeres bei gleichzeitiger Neuaufstellung des Logistikzentrums der Bundeswehr", und zwar "in der gleichen Kaserne in Bad Neuenahr-Ahrweiler".

Landrat Pföhler wörtlich an Beck: "Im vollen Vertrauen auf Ihr Wort darf ich Sie noch einmal eindringlich bitten, in der jetzt alles entscheidenden Phase kompromisslos Ihren ganzen Einfluss im Sinne einer für das nördliche Rheinland-Pfalz und die Bundeswehrreform gleichermaßen positiven Entscheidung geltend zu machen."

Der Ahrweiler Landrat sieht seine Befürchtungen noch bestärkt, weil Bundesverteidigungsminister Rudolf Scharping "trotz mehrfacher Einladungen bis heute das Materialamt des Heeres nicht besucht hat", obwohl dieser sich in den vergangenen Wochen "mehrfach in unserer Region aufgehalten" habe.

Mit dem derzeitigen Materialamt des Heeres und dem zur Auflösung anstehenden Rechenzentrum Bad Neuenahr stünden 1.100 hochqualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung, die über 40 Jahre hinweg ein einmaliges Know-how für die Logistik aufgebaut hätten, argumentiert Pföhler weiter gegenüber Beck. Mit diesen 1.100 Mitarbeitern lasse sich das neue Materialamt des Heeres und der Kern des neuen Logistikzentrums der Bundeswehr in Bad Neuenahr formen. Das minimiert nach Ansicht Dr. Pföhlers "die Risiken des Übergangs und wäre Garant für den Erfolg der Bundeswehrstrukturreform in diesem besonders sensiblen Bereich".

(Bereits am 17.01. erschienen)


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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 18.01.2001

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